Stakeholder

Als unsere Stakeholder werden jene Personen und Personengruppen definiert, die im Zusammenhang mit ihrer direkten oder indirekten Geschäftstätigkeit berechtigte Anliegen gegenüber dem Unternehmen haben. Dazu gehören in erster Linie die Mitarbeiter, Kunden, Eigentümer, Tochterunternehmen und Beteiligungen, Lieferanten sowie Geschäftspartner. Darüber hinaus gibt es eine Reihe weiterer Stakeholder, zu denen wechselseitige und regelmäßige Beziehungen bestehen.
Die Einbindung der Stakeholder ist einer der Handlungsschwerpunkte der Nachhaltigkeitsstrategie und Kernprozess unseres Nachhaltigkeitsmanagements. Die Identifikation von relevanten und sensiblen Themen erfolgt durch den wertschätzenden und regelmäßigen Dialog mit den Stakeholdern. Das ist insbesondere Aufgabe des Issue-Managements und der Wesentlichkeitsanalyse. Neben regelmäßigen Dialogen mit den unterschiedlichsten Stakeholdern, analysieren und bewerten wir alle zwei bis drei Jahre Themen hinsichtlich ihrer Relevanz für uns und die Stakeholder. Ergebnisse und kontroversielle Themen aus den Stakeholderdialogen finden Eingang in unsere Nachhaltigkeitsgremien, wo entsprechende konkrete Zielsetzungen und Maßnahmen zur Weiterentwicklung ihres Nachhaltigkeitsmanagements abgeleitet werden.

Stakeholder Councils:

2016

Spannende Diskussionen beim 7. Stakeholder Council der RZB-Gruppe

Am Stakeholder Council der RZB-Gruppe im November 2016 nahmen 75 Personen verschiedener Stakeholdergruppen – aus den Bereichen Kunden und Geschäftspartner, Mitarbeiter und Eigentümer, Finanzwelt und Rating-Agenturen, Bildung und Forschung, Interessensvertretungen, Medien, Politik und Verwaltung, NGOs und NPOs – teil. Die sechs Workshop-Gruppen lieferten spannende Einblicke.

In Vertretung von RZB-Vorstand Michael Höllerer begrüßte Paul Pasquali aus dem RZB-Vor-standssekretariat die Gäste. Dabei betonte er die Bedeutung von Nachhaltigkeit als Leitprinzip unternehmerischen, zukunftsorientierten Handelns. Im Anschluss präsentierte Andrea Sihn-Weber, Leiterin des Nachhaltigkeitsmanagements der RZB-Gruppe, was seit dem letzten Stakeholder Council erreicht wurde, und welche Projekte aktuell umgesetzt werden.

Zielsetzung der Workshop-Gruppen war die intensive Diskussion der Themenfelder „Nachhaltige Investments und Engagement-Aktivitäten“, „Bewusstseinsbildung für Mitarbeiter“, „Auswirkungen der Klimakonferenz“, „Investitionen in die Gemeinschaft“, „Diversität im Kerngeschäft – Auswirkungen der gesellschaftlichen Transformation“ sowie „Nachhaltigkeit in der Lieferkette“.

In der Diskussionsrunde "Nachhaltige Investments und Engagement-Aktivitäten" wurde die Entwicklung nachhaltiger Investments von Ausschlusskriterien über Positivkriterien zu neuen Instrumenten – wie Engagement, Impact und Divestment – erläutert, wobei die Klimaperspektive in der Zielsetzung im Vordergrund stand. Man war sich darin einig, dass durch das wachsende Interesse der Kunden am Thema zugleich höheres Vertrauen geschaffen werden könne. Vor diesem Hintergrund wurde angeregt, dass Kunden über Nachhaltigkeitsthemen bei der Veranlagung – im direkten Dialog – besser informiert werden sollten.

In der Arbeitsgruppe "Bewusstseinsbildung für Mitarbeiter" wurden die Fragestellungen, wie man das Bewusstsein bei Mitarbeitern für Nachhaltigkeitsthemen – in Anbetracht der allgemeinen Informationsüberflutung – verbessern kann und wie man von der Wissensvermittlung zum pro-aktiven Handeln kommt, diskutiert. Dabei wurde festgehalten, dass im Sinne einer transparenten Kommunikation sowohl positive als auch negative Themen angesprochen werden sollten. In der Diskussion wurde die Idee eines Think-Tanks bspw. zum Thema „Entwicklung nachhaltiger Produkte“ aufgeworfen.

In der Workshoprunde, die sich mit den "Auswirkungen der Klimakonferenz" beschäftigte, wurden die anstehenden Herausforderungen einer Bank in Zusammenhang mit den Klimawandelfolgen herausgearbeitet. Um das bei der Klimakonferenz in Paris Ende 2015 beschlossene 2-Grad-Ziel zu erreichen (minus 80 bzw. 95% der Treibhausgasreduktion bis 2050, somit eine fast vollständige Dekarbonisierung), dürften Banken künftig keine Finanzierungen mehr an Unternehmen im fossilen Bereich vergeben. Auf der anderen Seite machen solche Einschränkungen für den Finanzsektor nur dann Sinn, wenn alle Banken an einem Strang ziehen. Gewünscht wurden klare Richtlinien bzgl. der Finanzierungen der RZB-Gruppe, ebenso wie eine Ausweitung der Klimapolitik.

Intensive Diskussionen fanden auch zum Thema "Investitionen in die Gemeinschaft" statt. Ausgehend von der Frage nach den derzeit drängendsten gesellschaftlichen Herausforderungen, in denen sich die RZB-Gruppe engagieren soll, kamen die Teilnehmer überein, dass dies die Themen Bildung (speziell die Finanzbildung) sowie Integration, und damit der Wert „Hilfe zur Selbsthilfe“ sind. In diesem Zusammenhang wurde das Thema Corporate Volunteering (CV), mit dem Fokus auf der Unterstützung der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge im „Haus Roshan“ besprochen. Übereinstimmend wurde festgehalten, dass nur strategisches Corporate Volunteering zum geschäftlichen Erfolg beitragen kann.

Das Thema "Diversität im Kerngeschäft – Auswirkungen der gesellschaftlichen Transformation auf das Kerngeschäft der Bankenwelt" wurde in einer weiteren Gruppe thematisiert, denn es ist unübersehbar, dass sich die Bankenwelt samt ihren Kundengruppen ändert. Wichtig wäre darauf mit Perspektivenvielfalt und fundierter Erfahrung zu reagieren. Statt Bedürfnisse zu ignorieren, müssen diese erkannt und für das Geschäft genutzt werden. Für Personen, denen es schwerfällt mit der heutigen Technik adäquat umzugehen, wurde die kreative Idee eines „Financial Butlers“ entwickelt. Bestehende Organisationsgrenzen sollten gegebenenfalls aufgelöst werden, um durch eine Kulturveränderung Diversity zu einem Kernelement der Strategieentwicklung zu machen.

In der sechsten Gruppe wurde im Rahmen des Themas "Nachhaltigkeit in der Lieferkette" die unternehmerische Herausforderung von Lieferanten Kennzahlen zu erhalten, die das Abschätzen von Umweltauswirkungen ermöglichen, besprochen. Diskussionsthemen waren u.a. die Bedeutung von Benchmarks sowie die Clusterbildung kleiner Lieferanten. Seitens der Lieferanten wurde der (Kosten-)Aufwand zur Erlangung von Zertifizierungen angesprochen. Abschließend wurden die Vorteile langfristiger Lieferantenbeziehungen betont.

Die intensiven Gespräche beim Stakeholder Council, verbunden mit dem großen Interesse an den verschiedenen Themenstellungen der RZB-Gruppe, lieferten viele Anregungen zur Weiterentwicklung.

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2015

Am 18. November 2015 nahmen 70 Personen verschiedener Stakeholdergruppen (aus den Bereichen Kunden und Geschäftspartner, Mitarbeiter und Eigentümer, Finanzwelt und Rating-Agenturen, Bildung und Forschung, Interessensvertretungen, Medien, Politik und Verwaltung, NGOs und NPOs) am sechsten Stakeholder Council der RZB-Gruppe teil. In seiner Begrüßung unterstrich RZB-Vorstandsdirektor Johannes Schuster die Bedeutung von Nachhaltigkeit als Leitprinzip unternehmerischen und zukunftsorientierten Handelns. Aufgrund der herausfordernden globalen Entwicklungen sei es aber nicht immer einfach, die richtige Balance zu finden. Er nahm Bezug auf die kürzlich von der Staatengemeinschaft verabschiedete „Agenda 2030“ für nachhaltige Entwicklung. Diese greift mit den "Sustainable Development Goals" – neben der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung – auch ökologische Nachhaltigkeit auf.

Zudem ging er auf die sogenannte "NFI-Richtlinie" zur verpflichtenden Nachhaltigkeitsberichterstattung in der EU ein, die seit Oktober 2014 in Kraft ist. Die RZB-Gruppe habe bereits eine umfangreiche Nachhaltigkeitsberichterstattung, die zeige, welche umfassenden Aktivitäten gesetzt werden. Es gehe dabei aber nicht um Quantität, sondern um die Qualität des Inhalts und der Maßnahmen. Der größte Hebel im Sinne der Nachhaltigkeit liege aber im Kerngeschäft, und da gäbe es noch viel zu tun. Im Anschluss daran präsentierte Andrea Sihn-Weber, Leiterin des Nachhaltigkeitsmanagements der RZB-Gruppe, was seit dem letzten Stakeholder Council erreicht wurde, und welche Projekte derzeit umgesetzt werden.

Gastredner mit Denkanstößen

Das Council stand unter dem Titel "Zukunftsfähig durch Nachhaltigkeit". Welche Aspekte der Gastredner, Franz-Josef Radermacher, international renommierter Nachhaltigkeitsexperte, mit diesen Schlagworten verbindet, gab er in seiner halbstündigen Keynote zum Besten, die großes Interesse bei den Zuhörern hervorrief. Mit Zitaten wie "Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier" (M. Ghandi), Thesen wie "Wir fahren mit Vollgas gegen die Wand, das aber zertifiziert" und Aussagen wie "Armutsbekämpfung ist aktuell nur auf Kosten von Klimaschutz möglich" regte er intensiv zum Nachdenken und Diskutieren an.

Auch mit Kritik wurde nicht gespart: Das Klimaproblem könnte man theoretisch lösen, aber man werde es vermutlich nicht tun. Denn, wir schaffen es seit Jahrzehnten nicht, uns auf verbindliche Ziele zu einigen, die Innovation, Verhaltensänderung und Kostenwahrheit fördern. Hinzu kommt, dass die Sustainable Development Goals unverbindlich sind, und über keine entsprechenden finanziellen Ressourcen und Verantwortlichen verfügen. Einzige Chance wäre eine gemeinsame Global-Governance-Verständigung darauf, dass die Ökonomie nur dann eine Zukunft habe, wenn sie ökologisch und sozial reguliert würde.

Nachhaltigkeit im Kerngeschäft des Bankensektors

Zu diesem Themenkreis wurden in verschiedenen Gruppen im Rahmen von Workshops diskutiert. So stand beispielsweise die Forderung der Gesellschaft in Bezug auf Nachhaltigkeit im Bankensektor und der mögliche Umgang der RZB-Gruppe zur Diskussion. Thematisiert wurde auch die Beeinflussung des nachhaltigen Wertschöpfungsprozesses einer Bank samt konkreten Ansätzen für die RZB-Gruppe. In einer offenen Diskussionsrunde wurde die Frage des Engagements der RZB-Gruppe bei nationalen und europäischen (politischen) Governance-Thematiken besprochen. Aufgrund ihrer Aktualität wurde auch die Einbindung der globalen nachhaltigen Entwicklungsziele (ausgehend von den UN Sustainable Development Goals) im Kerngeschäft beleuchtet.

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2014

StakeholderPodium

Mitte November 2014 fand das 5. Stakeholder Council der RZB-Gruppe statt, an dem 65 Vertreter der unterschiedlichsten Anspruchsgruppen (aus den Bereichen Kunden und Geschäftspartner, Mitarbeiter und Eigentümer, Finanzwelt und Rating-Agenturen, Bildung und Forschung, Interessensvertretungen, Medien, Politik und Verwaltung, NGOs und NPOs) teilnahmen.

Nach der Begrüßung durch Vorstandsdirektor Johann Strobl präsentierte Andrea Weber, Leiterin des Nachhaltigkeitsmanagements, was seit dem letzten Stakeholder Council erreicht wurde und welche Maßnahmen derzeit umgesetzt werden.

Zukunftsthemen

Im Vorfeld zur Veranstaltung fand eine Fokusgruppe zum Thema „RZB-Gruppe 2025: Nachhaltige Zukunftsszenarien und -strategien“ statt. Damit wurde dem im vorjährigen Stakeholder Council geäußerten Wunsch nach mehr unterjähriger Einbindung der Stakeholder, aber auch dem Wunsch nach Vertiefung von Zukunftsthemen Rechnung getragen. In moderierten Workshops wurden zwei konkrete Fragestellungen diskutiert:

  • Welchen Themen muss sich eine zukunftsfähige Bankengruppe stellen?
  • Welche Chancen u. Risiken ergeben sich daraus, und welche Empfehlungen lassen sich für die RZB-Gruppe ableiten, damit diese im Jahr 2025 nachhaltig, erfolgreich und zukunftsfähig agiert?

Deren Outputs wurden von Brigitte Jandl, Leiterin RBI Investment Finance, vorgestellt. Zum Abschluss der Veranstaltung stand eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion zum Thema „Die Zukunft der Bankenbranche“ auf dem Programm. Unter der Moderation von Reinhard Friesenbichler (Geschäftsführer der rfu Unternehmensberatung) diskutierten Eveline Balogh (Leiterin Organisation, Bauen, Umwelt und Sicherheit der OeKB), Peter Lennkh (Vorstand Corporate Banking der RBI), Johannes Schuster (Sektor-Vorstand der RZB) und Leo Seiler (Geschäftsführer der Seiler Asset Management GmbH. Ein Novum im Rahmen des Councils war die Umsetzung einer Wesentlichkeits- und Impactbewertung durch die Teilnehmer in Form eines interaktiven Votings.

StakeholderStrobl   StakeholderWeber

 

StakeholderPublikum   StakeholderJandl

2013

 

„Wir schaffen nachhaltigen Wert im Dialog“ – unter diesem Motto stand das vierte Stakeholder-Council der RZB-Gruppe am 20. November.
Die vorgegebenen Diskussionsthemen aus den Handlungsfeldern verantwortungsvoller Banker, fairer Partner und engagierter Bürger (analog zur Nachhaltigkeitsstrategie) lauteten:

  • Erwartungen zu nachhaltigen Produkten,
  • Chancen-, Innovations- und Risikomanagement,
  • Die gewünschte weitere Stakeholder-Einbindung,
  • Bewusstseinsbildung zur Nachhaltigkeit bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie in der Gesellschaft,
  • Work-Life-Balance
  • Nachhaltiges Unternehmertum

Insgesamt mehr als 60 Teilnehmer arbeiteten intensiv an diesen sieben Themen. Im Fokus stand dabei die Frage, auf welche Herausforderungen in den nächsten drei Jahren Antworten gefunden werden sollten. Ein weiteres Ziel in den Workshops war es, Best-Practice-Beispiele herauszuarbeiten.

Im Anschluss standen interne und externe Stakeholder-Vertreter dem Publikum in einer informativen Podiumsdiskussion zur Verfügung.

Die zahlreichen konstruktiven Inputs der Teilnehmer werden nach entsprechender Analyse und Auswertung Eingang in das Leistungsprogramm des Nachhaltigkeitsmanagements 2014 finden.

2012

Am 30. November 2012 lud die RZB-Gruppe bereits zum dritten Mal zu einem Dialogforum, dem Stakeholder Council, ein. Zielsetzung des Stakeholder Councils war, die Stakeholder zu informieren und zu diskutieren, mit welchem strategischen Verständnis die RZB-Gruppe ihre unternehmerische Verantwortung wahrnimmt. Die internen und externen Teilnehmer waren gefordert, sich aktiv einzubringen, ausgewählte Themen zu priorisieren und konkrete Ideen und Empfehlungen zu erarbeiten, wie die RZB-Gruppe ihre Performance zu einzelnen Nachhaltigkeitsthemen verbessern kann.

Anschließend fand eine Überprüfung dieser Themen auf ihre Wesentlichkeit und wahrgenommene Performance statt. Dies geschah mittels einer umfassenden Online-Stakeholder-Befragung.

StakeholderCouncil

Während des Stakeholder Councils entstand eine grafische Visualisierung unserer Strategie:

VisualisierungStrategie

2011

Im Jahr 2011 fand das zweite Stakeholder Council der RZB-Gruppe statt. Zahlreiche Vertreter der Stakeholder diskutierten in einem Workshop über die Zukunftsfähigkeit des Wirtschafts- und Finanzsystems. Der Wiederaufbau des Vertrauens in die Finanzbranche wurde als wichtigstes Zukunftsthema identifiziert.

 

Ergebnisse der Online-Befragung 2016

Rund 3.000 Stakeholder wurden im Jänner und Februar 2016 eingeladen,  an unserer Online-Befragung „Wesentlichkeit im Fokus“ teilzunehmen. Die Stakeholder waren dabei aufgefordert, die von uns aus der Themenlandkarte abgeleiteten Themen hinsichtlich ihrer Wesentlichkeit zu bewerten.

Für die Umfrage  adressierten  wir erstmals nicht nur österreichische  Stakeholder, sondern auch Stakeholder aus 13 Ländern unserer Netzwerkbanken (Slowakei, Tschechische Republik, Ungarn, Albanien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Kosovo, Kroatien, Rumänien, Serbien, Belarus, Ukraine, Russland). An der Umfrage haben die Länder Polen und Slowenien  nicht teilgenommen.  Insgesamt wurden 2.915 interne und externe Stakeholder zur Umfrage eingeladen, davon 1.423 aus Österreich und 1.492 aus unseren Netzwerkbanken. Die internationalen Stakeholder umfassten repräsentative Personen aus unseren Stakeholdergruppen.

Die Stakeholder wurden gebeten, die auf Grund einer Themenlandkarte ermittelten wesentlichsten acht Themen zu bewerten, indem sie dafür insgesamt fünf Punkte in einer beliebigen Gewichtung vergeben konnten. Anschließend wurde zu folgenden priorisierten Themen eine weitere Themenschärfung vorgenommen, indem Subthemen in der gleichen Systematik bewertet wurden:

  • Arbeitsumfeld
  • Betriebsökologie
  • Engagement für Gesellschaft und Umwelt
  • Nachhaltige Produkte und Services
  • Organisationsführung

Die Tatsache, dass die Stakeholder weder bei den Haupt- noch bei den Subthemen weitere Aspekte genannt haben, interpretieren wir so, dass keine wesentlichen Themen fehlen. Dass umgekehrt jedes Thema und Subthema von den Stakeholdern mit Punkten priorisiert wurde, zeigt, dass jedes der genannten Themen als wesentlich gesehen wird.

An der Anfang 2016 durchgeführten Online-Befragung „Wesentlichkeit im Fokus“ nahmen insgesamt 736 Stakeholder teil, davon 366 aus Österreich und 370 aus den Ländern der Netzwerkbanken in CEE. Dies entspricht einer Rücklaufquote von 25 Prozent und zeigt das große Interesse unserer Stakeholder an unseren Themen. Die Umfrage sehen wir als repräsentativ für die Bewertung und Einschätzung der Wesentlichkeit sowie für die Ableitung von Zukunftsmaßnahmen an.

Wesentlichkeitsmatrix

Die Wesentlichkeitsmatrix zeigt folgendes Bild der von unseren internen und externen Stakeholdern als am relevantesten wahrgenommenen  Themen:

Wesentlichkeitsmatrix

 

Bei der Interpretation der Matrix ist zu beachten, dass bei der Punktevergabe nur bereits als wesentlich identifizierte Themen abgefragt wurden. Auf Grund der Bewertungssystematik, bei der auf die acht Themen insgesamt fünf Punkte in beliebiger Gewichtung vergeben werden konnten, ist bei der Interpretation zu berücksichtigen, dass es sich nicht um eine „wesentlich/nicht-wesentlich Abfrage“ handelte. Die Bewertung zeigt auf, wie die Themen im Vergleich gewertet werden, wobei prinzipiell aber alle bedeutsam sind.
Die Bewertung der Subthemen zu den Top-3-Hauptthemen der Online-Befragung (Nachhaltige Produkte & Services, Arbeitsumfeld, Engagement für Gesellschaft und Umwelt) finden Sie im Nachhaltigkeitsbericht 2015 auf den Seiten 25-28.

Ausgewählte Ergebnisse der Befragung 2014

Die kurz- bis mittelfristig größten Herausforderungen für einen nachhaltige und erfolgreiche Unternehmensentwicklung (Top 5-Bewertungen):

Grafik-2

 

Vorteile eines strategisch in das Kerngeschäft eingebetteten, konsequent verfolgten Nachhaltigkeitsmanagements (Top 5-Bewertungen):

Grafik-3


Reihung der Stakeholdergruppen nach ihrer Wirkung auf die Nachhaltigkeitsagenda der RZB Gruppe (Top 5-Bewertungen):

Grafik-4

30 % der Befragten sind der Meinung, dass die gesetzten Maßnahmen im Bereich Nachhaltigkeit zum wirtschaftlichen Erfolg beitragen.

 

Mittel- bis langerfristige Ausrichtung: nachhaltigkeitsrelevante Themen mit der größten Auswirkung für die RZB-Gruppe  bis 2025 (Top 4-Bewertungen):

- ... wenn man den Menschen und seine Befürfnisse in den Fokus stellt:

Grafik-5

- ... wenn man "Markttrends, neue Geschäftsmodelle und neue Technologien" in den Fokus stellt:

Grafik-6

- ... wenn man "Veränderungen bei Rahmenbedingungen, Politik und Governance" in den Fokus stellt:

Grafik-7

 

Auswirkungen auf das Nachhaltigkeitsmanagement

Die Ergebnisse unserer Stakeholder-Befragungen spiegeln sich in unserer Wesentlichkeitsanalyse wider und fließen ebenso wie die Ergebnisse aus Fokusgruppen, Expertengesprächen und dem jährlichen Stakeholder Council in unser Nachhaltigkeitsmanagement ein. Beim Stakeholder Council und im Rahmen unserer Berichterstattung informieren wir über erreichte Fortschritte in unserer Nachhaltigkeitsleistung. Unser Anspruch ist es, transparent die wichtigsten Erwartungen und Empfehlungen der Stakeholder an uns sowie unsere Reaktion und Maßnahmen offen zu legen. Auch hier gilt, dass wir uns gezielt auf jene Themen und Aspekte konzentrieren, die von uns und den Anspruchsgruppen als wesentlich erkannt wurden.

Online-Befragung 2013

Basierend auf den Outputs des Stakeholder Councils 2012 wurde im Februar 2013 eine umfassende Online-Befragung durchgeführt.

Ziel war es, die Nachhaltigkeitsstrategie von den Stakeholdern reflektieren, wesentliche Themen priorisieren sowie die Nachhaltigkeitsleistung der RZB-Gruppe bewerten zu lassen. Über einen Zeitraum von drei Wochen konnten über 600 interne und externe Stakeholder an der Befragung teilnehmen.

Eine Rücklaufquote von rund 20 Prozent zeigt das große Interesse der Stakeholder, mit der RZB-Gruppe im Dialog zu bleiben. Sie kann als repräsentativ für die Bewertung und Einschätzung der Leistungen im Berichtszeitraum und für die Ableitung von Zukunftsmaßnahmen angesehen werden.

Die abgefragten Handlungsfelder gliederten sich nach den strategischen Aktionsfeldern der RZB-Gruppe: verantwortungsvoller Banker, fairer Partner, engagierter Bürger. Insgesamt wurde zu 44 Einzelthemen die Einschätzung der zukünftigen Wesentlichkeit und der aktuellen Performance vorgenommen.

Die drei wesentlichsten Themen

Sowohl von den externen, als auch von den internen Stakeholdern wurden folgende drei Themen als am wesentlichsten genannt:

  • Compliance und Antikorruption
  • Schutz der Kundendaten
  • Sicherheit garantieren und Liquidität gewährleisten

Allen drei Themen wird auch eine sehr hohe Performance attestiert.

Die wichtigsten Themen interner Stakeholder

Die wichtigsten Themen, die alle unter den Top 10 bei den internen Stakeholdern genannt wurden sind:

  • Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter sowie Mitarbeiterentwicklung
  • Gesundheit und Zufriedenheit der Mitarbeiter
  • Vielfalt, Chancengleichheit und faire Entlohnung
  • Work-Life-Balance und Vereinbarkeit von Familie und Beruf

 

Mehr Nachhaltigkeit ins Kerngeschäft zu bringen, ist eines der wichtigsten Zukunftsthemen für die RZB-Gruppe. Unsere Stakeholder bestätigen uns dies und geben uns hier den klaren Auftrag zur Weiterentwicklung. Ein nachhaltiges Unternehmen benötigt Mitarbeiter, die über ein umfassendes Bewusstsein für Nachhaltigkeit und unternehmerischer Verantwortung verfügen. Hier geben uns die Stakeholder ebenfalls den Auftrag uns weiterzuentwickeln. Diese Themen bilden die wesentlichen Bausteine für weitere Maßnahmen.

Andrea Sihn-Weber

Head of Group Sustainability Management, Managing Director of RKI
Raiffeisen Bank International AG
Am Stadtpark 9, 1030 Wien
Tel: +43-1-71707-6069
andrea.sihn-weber@rbinternational.com
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