15.03.2017 - 2016: Raiffeisen Bank International erwirtschaftet Konzernergebnis von € 463 Millionen

  • Zinsüberschuss sinkt im Jahresvergleich um 11,8 Prozent auf € 2.935 Millionen (2015: € 3.327 Millionen)
  • Betriebserträge sinken um 4,8 Prozent auf € 4.692 Millionen (2015: € 4.929 Millionen)
  • Verwaltungsaufwendungen sinken um 2,3 Prozent auf € 2.848 Millionen (2015: € 2.914 Millionen)
  • Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen sinken um 40,3 Prozent auf € 754 Millionen (2015: € 1.264 Millionen)
  • Ergebnis vor Steuern steigt um 24,6 Prozent auf € 886 Millionen (2015: € 711 Millionen)
  • Ergebnis nach Steuern steigt um 31,9 Prozent auf € 574 Millionen (2015: € 435 Millionen)
  • Konzernergebnis steigt um 22,2 Prozent auf € 463 Millionen (2015: € 379 Millionen)
  • Non-performing Loan Ratio sinkt im Vergleich zum Jahresende 2015 um 2,7 Prozentpunkte auf 9,2 Prozent
  • Common Equity Tier 1 Ratio (transitional) steigt um 1,8 Prozentpunkte auf 13,9 Prozent
  • Common Equity Tier 1 Ratio (fully loaded) steigt um 2,1 Prozentpunkte auf 13,6 Prozent
  • Ergebnis je Aktie von € 1,58 (2015: € 1,30)

Alle angeführten Zahlen gemäß International Financial Reporting Standards (IFRS).

Die Raiffeisen Bank International AG (RBI) erwirtschaftete im Jahr 2016 ein Konzernergebnis von € 463 Millionen.

„Angesichts des Niedrigzinsumfelds, das nach wie vor Druck auf unsere Erträge ausübt, bin ich mit dem Konzernergebnis zufrieden. Wir haben in allen Regionen unser Ergebnis deutlich verbessert. Insbesondere möchte ich die Region Südosteuropa herausstreichen, die ihr Ergebnis um fast 40 Prozent steigern konnte. Auf Länderebene freue ich mich insbesondere über die gelungenen Turnarounds in Ungarn und der Ukraine“, sagte Karl Sevelda, Vorstandsvorsitzender der RBI.

Der Zinsüberschuss reduzierte sich 2016 um 12 Prozent oder € 391 Millionen auf € 2.935 Millionen. Hauptverantwortlich dafür waren das anhaltend niedrige Marktzinsniveau in zahlreichen Ländern des Konzerns, die vorhandene Überschussliquidität sowie ein – insbesondere in Russland entstandener – Rückgang um € 215 Millionen bei den Zinserträgen aus zu Absicherungszwecken gehaltenen derivativen Finanzinstrumenten.

Die Verwaltungsaufwendungen des Konzerns sanken im Berichtszeitraum um 2 Prozent oder € 66 Millionen auf € 2.848 Millionen. Die Cost/Income Ratio erhöhte sich aufgrund der geringeren Betriebserträge jedoch um 1,6 Prozentpunkte auf 60,7 Prozent.

„Die Reduktion der Kosten wird für uns auch weiterhin hohe Priorität haben. Ständig steigende regulatorische Anforderungen erschweren allerdings die Erreichung dieses Ziels“, so Johann Strobl, designierter Vorstandsvorsitzender der RBI.

Common Equity Tier 1 Ratio (fully loaded) von 13,6 Prozent

Im Geschäftsjahr 2016 konnte die RBI ihre Kapitalquoten abermals deutlich steigern.

Bezogen auf das Gesamtrisiko ergaben sich eine Common Equity Tier 1 Ratio (transitional) von 13,9 Prozent und eine Eigenmittelquote (transitional) von 19,2 Prozent. Ohne Berücksichtigung der in der CRR definierten Übergangsbestimmungen ergaben sich eine Common Equity Tier 1 Ratio (fully loaded) von 13,6 Prozent und eine Eigenmittelquote (fully loaded) von 18,9 Prozent.

Die Common Equity Tier 1 Ratio (fully loaded, pro forma) des fusionierten Instituts betrug zum Ultimo 2016 12,4 Prozent. Ungeachtet der Übergangsbestimmungen lag deren Common Equity Tier 1 Ratio (transitional, pro forma) bei 12,7 Prozent.

„Wir haben unsere Kapitalziele bereits ein Jahr früher als geplant sowohl für die RBI als auch für das fusionierte Institut deutlich übererfüllt. Wir können deshalb unser Strategieprogramm vorzeitig abschließen. Mein Dank gilt unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie haben das umfangreichste Transformationsprogramm in der Geschichte unserer Bank mit vorbildlichem Einsatz konsequent umgesetzt. Parallel dazu haben sie die Verschmelzung mit der RZB gemeistert. Der Abschluss der Transaktion ist für den 18. März geplant“, erklärte Karl Sevelda.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen um 40 Prozent gesunken

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen gingen im Jahresvergleich um insgesamt 40 Prozent oder € 509 Millionen auf € 754 Millionen zurück.

Die NPL Ratio sank im Jahresvergleich um 2,7 Prozentpunkte auf 9,2 Prozent. Den notleidenden Krediten standen Wertberichtigungen in Höhe von € 4.905 Millionen gegenüber. Trotz der Verkäufe und Ausbuchungen verbesserte sich die NPL Coverage Ratio von 71,3 Prozent auf 75,6 Prozent.

„Wir sind mit der deutlichen Reduzierung der Risikokosten und der Verbesserung unserer NPL Ratio sehr zufrieden. Besonders erfreulich ist, dass die Reduktion der Risikokosten in nahezu allen unseren Märkten erzielt werden konnte“, sagte Johann Strobl.

Das Ergebnis im Quartalsvergleich

Im Vergleich zum dritten Quartal 2016 stieg der Zinsüberschuss im vierten Quartal um 2 Prozent oder € 16 Millionen auf € 748 Millionen.

Mit € 749 Millionen lagen die Verwaltungsaufwendungen im vierten Quartal um 9 Prozent oder € 62 Millionen über dem Wert des Vorquartals von € 687 Millionen.

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen nahmen gegenüber dem dritten Quartal um € 151 Millionen auf € 251 Millionen zu. Hauptverantwortlich dafür waren vor allem Russland, Asien, Kroatien und das Segment Group Corporates

Im vierten Quartal lag das Konzernergebnis bei € 69 Millionen, was einem Rückgang um € 114 Millionen im Vergleich zum dritten Quartal 2016 entspricht.

Ausblick für das fusionierte Institut

Aufgrund der Verschmelzung mit der RZB, die am 18. März 2017 im Firmenbuch eingetragen werden soll, gilt der nachfolgende Ausblick für das fusionierte Institut.

Mit einer CET1 Ratio (fully loaded) von 13,6 Prozent (12,4 Prozent pro forma für das fusionierte Institut) hat die RBI bereits am 31. Dezember 2016 – und somit ein Jahr vor Ablauf der selbst gesetzten Frist – ihr Kapitalziel von mindestens 12 Prozent erreicht. Mittelfristig strebt die RBI eine CET1 Ratio (fully loaded) von rund 13 Prozent an.

Nach einer stabilen Entwicklung geht die RBI für die nächsten Jahre von einem durchschnittlichen Kreditwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich aus.

Die RBI erwartet, dass die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen 2017 unter dem Niveau von 2016 (€ 754 Mio.) bleiben.

Ende 2017 strebt die RBI eine NPL Ratio von rund 8 Prozent an, mittelfristig soll sie weiter sinken.

Mittelfristig strebt die RBI unverändert eine Cost/Income Ratio von 50 bis 55 Prozent an.

Die RBI peilt mittelfristig unverändert einen Return on Equity vor Steuern von rund 14 Prozent und einen Konzern-Return-on-Equity von rund 11 Prozent an.

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Der Online-Geschäftsbericht ist unter gb2016.rbinternational.com abrufbar. Die englische Version ist unter ar2016.rbinternational.com im Netz. Sie können dort auch gedruckte Exemplare bestellen.

Wichtige Daten auf einen Blick

Präsentation Jahresergebnis 2016

 

 

Ingrid Krenn-Ditz

Head of Group Communications | Corporate Spokeswoman
Raiffeisen Bank International AG
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