Betriebsökologie

Wir bekennen uns zu Umwelt- und Klimaschutz mit dem Ziel, Umweltauswirkungen möglichst gering zu halten. Daher wird laufend daran gearbeitet, die Nachhaltigkeitsstandards und die wichtigen ökologischen Steuerungsgrößen in den relevantesten Bereichen kontinuierlich zu verbessern. Das Umweltmanagementsystem in Österreich orientiert sich an internationalen Standards (ISO14001). Hier geht es nicht um die bloße Erfüllung gesetzlicher Vorgaben oder Normen, sondern vielmehr um die Optimierung des Energie- und Ressourceneinsatzes, und damit um eine nachhaltige Ressourcennutzung. Auch die Netzwerkbanken sind sich ihrer umweltbezogenen Verantwortung bewusst und arbeiten daran, diese kontinuierlich zu verbessern.

Nachstehende Grafik zeigt die umweltrelevanten Bereiche der RBI 2017 sowie deren Auswirkung auf die CO2e-Emissionen.


Co2EmissionenRBI2017

Aus voriger Grafik ist ersichtlich, dass die größten Positionen der CO2e-Emissionen der RBI (Summe 53.938 Tonnen (t) location based bzw. minus neun Prozent zum Vorjahr bzw. minus 22 Prozent zum Jahr 2011) den Energieverbrauch und Geschäftsverkehr betreffen. Besonders relevant ist die Gliederung der Emissionen in drei "Scopes", welche die Einteilung der CO2-Emissionen nach Greenhouse Gas Protocol definieren:

  • Scope 1 umfasst alle Treibhausgas-Emissionen, die direkt im Unternehmen anfallen; z. B. aus der Verbrennung stationärer Quellen (wie Kraftwerke, Heizkessel), aus der Verbrennung mobiler Quellen (wie aus dem unternehmenseigenen Fuhrpark), aus den Produktionsprozessen sowie aus flüchtigen Emissionen.
     
  • Scope 2 umfasst indirekte Emissionen, welche für die Energiebereitstellung des Unternehmens entstehen, wenn ein Energieversorgungsunternehmen Strom oder Wärme für dieses Unternehmen bereitstellt.
     
  • Scope 3 umfasst alle anderen Emissionen, die innerhalb der Systemgrenze verursacht werden, z. B. Mobilität mittels Flugzeug, Bahn und Fremdfuhrpark sowie Bürobedarf (etwa Papier).

Die meisten Emissionen sind mit 49 Prozent in Scope 2 (vor allem verursacht durch den Stromverbrauch) zu finden, gefolgt von Scope 3 mit 39 Prozent (auch hier ist der Stromverbrauch an erster Stelle). Scope 1 ist mit zwölf Prozent an dritter Stelle und wird neben dem Fremdbezug von Strom auch durch die Geschäftsreisen (mit dem unternehmenseigenen Fuhrpark) verursacht. Detaillierte Auswertungen werden auf unserer Homepage veröffentlicht (www.rbinternational.com/nachhaltigkeitsmanagement).

Umweltmaßnahmen und -ziele

Das zentrale Instrument für die Umsetzung und Weiterentwicklung der Umweltziele ist unser Umweltmanagement in Österreich, welches entsprechend der Forderungen der ISO 14001 (zertifiziert seit 1998) betrieben wird. Zusätzlich wird unsere Erklärung über Treibhausgase seit 2013 entsprechend ISO 14064-3 für die Raiffeisen Bank International samt Tochterunternehmen und Netzwerkbanken in CEE validiert.
Auf der Basis der Umweltprüfung und der Verbrauchsdaten wurden Maßnahmen zur Verbesserung unserer Umweltbilanz für die verschiedenen Bereiche definiert:

  • Emissionen
  • Energie
  • Mobilität
  • Informationstechnologie
  • Abfall und Reinigung
  • Mitarbeiter
  • Beschaffung

Für die Umsetzung und Evaluierung der Zielerreichung sind vor allem der Umweltausschuss, Group Sustainability Management und Facility Management sowie die Nachhaltigkeitsbeauftragten der Netzwerkbanken (NWB) verantwortlich. Basisjahr für Zielwerte ist 2011.

Umweltmaßnahmen und -ziele 

Betriebsbezogene Umweltkennzahlen

CO2-Emissionen

Die durchschnittlichen CO2e-Emissionen (berechnet mit dem Emissionsfaktor ecoinvent v3.3) für das Jahr 2017 betragen 53.938 Tonnen (t) (location based) und konnten im Vergleich zum Jahr 2011 (Datum der Ersterfassung) um 22 Prozent reduziert werden.

Davon sind 6.270 Tonnen CO2e in Scope 1 (zwölf Prozent), 26.442 Tonnen (49 Prozent) in Scope 2 (location based) bzw. 21.226 Tonnen in Scope 3 (39 Prozent) zuzurechnen. Die größten Reduktionen im Vergleich zu 2011 konnten in Scope 1 und Scope 2 erreicht werden (minus 26 Prozent). In Scope 3 sind die Emissionen gegenüber 2011 um 13 Prozent gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr konnten die Emissionen um neun Prozent reduziert werden.

  • Der Energieverbrauch macht mit 37.914 t CO2e rund 70 Prozent der Emissionen aus (minus zwei Prozent zum Vorjahr bzw. minus 23 Prozent zu 2011) und ist der größte Verursacher der Emissionen der RBI. Davon hat der Stromverbrauch einen Anteil von 95 Prozent, der Wärmebedarf einen Anteil von ca. fünf Prozent. Die Emissionen wirken sich vor allem in Scope 2, aber auch in Scope 1 und 3 aus.

    Der gesamte Energieverbrauch der RBI betrug im Jahr 2017 rund 116 GWh (plus zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Davon wurden etwa 80 GWh für Strom, über 35 GWh für Wärme und 0,3 GWh für Notstrom benötigt. Bezogen auf Mitarbeiter und Jahr liegt der durchschnittliche Energieverbrauch bei 4.703 kWh.

    Der Ökostromanteil der RBI liegt bei rund 34 Prozent.
     
  • Der Geschäftsverkehr generiert mit 12.335 t CO2e ca. 23 Prozent der Emissionen (minus drei Prozent zum Vorjahr bzw. minus 13 Prozent zu 2011). Somit ist der Verkehr der zweitgrößte Verursacher der Emissionen der RBI. Dies wirkt sich sowohl in Scope 1 als auch in Scope 3 aus.

    Der Reiseverkehr der RBI beträgt rund 61 Millionen pkm (Personenkilometer; pkm werden aus der Anzahl der beförderten Personen und der zurückgelegten Strecke errechnet). Der Geschäftsverkehr im Konzern bezogen auf Mitarbeiter und Jahr beträgt im Durchschnitt 2.456 pkm.

    Der Vergleich der Transportmittel (bezogen auf die gefahrenen pkm) zeigt, dass der Flugverkehr mit 49 Prozent den größten Anteil ausmacht, gefolgt vom Geschäftsverkehr mit eigenen Fahrzeugen mit 48 Prozent. Den geringsten Anteil haben der Geschäftsverkehr mit gemieteten PKW und der Bahnverkehr mit je rund einem Prozent. Der Fuhrpark der RBI ist mit durchschnittlich 130 g CO2-Emissionen/km durchaus umweltfreundlich.
     
  • Der Materialverbrauch (insbesondere Papier) liegt mit 1.829 t CO2e bei rund drei Prozent der Emissionen (minus 30 Prozent zum Vorjahr bzw. minus 33 Prozent zu 2011). Der Materialverbrauch liegt mit etwas über drei Prozent zwar an dritter Stelle der Emissionsverursacher, hat aber dennoch einen vernachlässigbaren Anteil. Die Auswirkungen zeigen sich ausschließlich in Scope 3. Der Recyclinganteil beim Papiereinkauf beläuft sich auf 70 Prozent.

    Gesamthaft wurden in der RBI im Jahr 2017 etwas über 710 Tonnen Papier verbraucht. Der Papierverbrauch pro Mitarbeiter liegt bei 5.757 Blatt/Jahr.
     
  • Der Abfall ist mit 1.618 t CO2e ebenfalls vernachlässigbar und macht drei Prozent der Emissionen aus (plus fünf Prozent zum Vorjahr bzw. plus sechs Prozent zu 2011). Die Auswirkungen zeigen sich ausschließlich in Scope 3.

    Die anfallende Abfallmenge der RBI beträgt etwa 2.820 Tonnen pro Jahr bzw. 114 kg/MA und besteht zu 94 Prozent aus ungefährlichem Abfall. Der Abfall kommt zu 35 Prozent auf Deponien, zu ca. 36 Prozent wird er verbrannt, zu 23 Prozent wird er aufbereitet. Elektrogeräte haben einen Anteil von sechs Prozent. Der gefährliche Abfall, wie eben auch Elektrogeräte, wird ordnungsgemäß entsorgt.
     
  • Der Paketdienst- und Gütertransport liegt mit 241 t CO2e bei rund 0,4 Prozent der Emissionen (ein Vergleich zu 2011 ist nicht möglich, da dieser Indikator 2011 noch nicht für den gesamten Konzern erhoben wurde). Die aus der Lieferantenbefragung eingemeldeten km/tkm der Lieferanten wurden intern erfasst, jedoch auf Grund mangelnder Nachvollziehbarkeit nicht einbezogen. Die Auswirkungen der Emissionen zeigen sich vorwiegend in Scope 3.
     
  • An letzter Stelle der Emissionsverursacher steht der Wasserverbrauch (ausschließlich Leitungswasser) mit 73 kg bei fast null Prozent. Der gesamte Wasserverbrauch lag 2017 bei 230.317 m3 bzw. neun m3/MA und Jahr.

CO2e-Emissionen der RBI

Energie

Der Energieverbrauch ist mit rund 70 Prozent der größte Verursacher der CO2-Emissionen der RBI: Daran hat der Stromverbrauch einen Anteil von 95 Prozent, der Wärmebedarf einen Anteil von ca. fünf Prozent. Der direkte Energieverbrauch (Notstromaggregat) hat einen vernachlässigbaren Anteil an den Gesamtverbräuchen und -emissionen. Der Ökostromanteil der RBI liegt bei rund 34 Prozent (gleichbleibend zum Vorjahr). In Österreich wird zu 100 Prozent Ökostrom bezogen.

Der gesamte indirekte Energieverbrauch der RBI betrug im Jahr 2017 rund 116 GWh (plus zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Davon wurden etwa 80 GWh für Strom, fast 35 GWh für Wärme und 0,3 GWh für Notstrom benötigt.

Energieverbrauch RBI

Verkehr

Der Geschäftsverkehr ist der zweitgrößte CO2-Verursacher in der RBI. Er generiert mit 12.335 t CO2e ca. 23 Prozent der Emissionen (minus drei Prozent zum Vorjahr bzw. minus 13 Prozent zu 2011). Dies wirkt sich sowohl in Scope 1 als auch in Scope 3 aus. Um den Geschäftsverkehr zu reduzieren, wurden Web- und Videokonferenzsysteme ausgebaut.
Der Reiseverkehr der RBI beträgt rund 61 Millionen pkm (Personenkilometer; pkm werden aus der Anzahl der beförderten Personen und der zurückgelegten Strecke errechnet). Der Geschäftsverkehr im Gesamtkonzern bezogen auf Mitarbeiter und Jahr beträgt im Durchschnitt 2.456 pkm.

Der Vergleich der Transportmittel zeigt, dass der Flugverkehr und der Geschäftsverkehr mit eigenen Fahrzeugen mit je 49 Prozent den größten Anteil ausmachen. Den geringsten Anteil haben der Geschäftsverkehr mit gemieteten PKW und der Bahnverkehr mit je einem Prozent. Der Fuhrpark der RBI ist mit durchschnittlich 130 g CO2-Emissionen/km durchaus umweltfreundlich.

Geschäftsverkehr RBI

Materialverbrauch

Der Materialverbrauch (insbesondere Papier) liegt mit 1.829 t CO2e bei rund drei Prozent der Emissionen (minus 30 Prozent zum Vorjahr bzw. minus 33 Prozent zu 2011). Der Materialverbrauch liegt mit etwas über drei Prozent zwar an dritter Stelle der Emissionsverursacher, hat aber dennoch einen vernachlässigbaren Anteil. Die Auswirkungen zeigen sich ausschließlich in Scope 3. Der Recyclinganteil beim Papiereinkauf beläuft sich auf 70 Prozent.
Gesamthaft wurden in der RBI im Jahr 2017 etwas über 710 Tonnen Papier verbraucht. Der Papierverbrauch pro Mitarbeiter liegt bei 5.757 Blatt/Jahr.

  • Umweltaspekte in den Mitarbeiterrestaurants in Österreich
    Die SV (Österreich) GmbH betreut die Mitarbeiterrestaurants der RBI AG und einiger Tochterunternehen. Gelebte ökologische Verantwortung steht bei SV (Österreich) GmbH im Mittelpunkt. In den SV-Restaurants werden Schwerpunkte im Bereich Einkauf, Energie- und Reinigungsmittelverbrauch, Abfallentsorgung und Wertstofftrennung sowie stetige Verbesserung der Umweltleistung durch kontinuierliche Mitarbeitersensibilisierung gesetzt.
    Die Umweltziele für die SV-Restaurants an den beiden Standorten in Wien umfassen u. a. vermehrtes Augenmerk auf die Verwendung von Zutaten aus Österreich und ein konsequent saisonal ausgerichtetes Angebot sowie den Einsatz von Take-Away-Bechern aus Maisstärke bei frisch produzierten Vitalshakes. SV (Österreich) GmbH legt großen Wert auf ein gesundes, vielfältiges und zeitgemäßes Angebot. Einen Schwerpunkt bildet die stetige Weiterentwicklung des vegetarischen und veganen Angebots durch neue, innovative Rezepturen und regelmäßige Aktionswochen. Durch die Aufbereitung der entsorgten Altspeiseöle zu ökologisch nachhaltigem Biodiesel konnte im Jahr 2017 eine CO2-Reduktion von 3.684 kg erreicht werden.

Papierverbrauch RBI
 

Abfall

Der Abfall ist mit 1.618 t CO2e ebenfalls vernachlässigbar und macht drei Prozent der Emissionen aus (plus fünf Prozent zum Vorjahr bzw. plus sechs Prozent zu 2011). Die Auswirkungen zeigen sich ausschließlich in Scope 3.

Die anfallende Abfallmenge der RBI beträgt etwa 2.820 Tonnen pro Jahr bzw. 114 kg/MA und besteht zu 94 Prozent aus ungefährlichem Abfall. Der Abfall kommt zu 35 Prozent auf Deponien, zu ca. 36 Prozent wird er verbrannt, zu 23 Prozent wird er aufbereitet. Elektrogeräte haben einen Anteil von sechs Prozent. Der gefährliche Abfall, wie eben auch Elektrogeräte, wird ordnungsgemäß entsorgt.

Abfall RBI
 

Paketdienst- und Gütertransport

Der Paketdienst- und Gütertransport liegt mit 241 t CO2e bei rund 0,4 Prozent der Emissionen (ein Vergleich zu 2011 ist nicht möglich, da dieser Indikator 2011 noch nicht für den gesamten Konzern erhoben wurde). Die aus der Lieferantenbefragung eingemeldeten km/tkm der Lieferanten wurden intern erfasst, jedoch auf Grund mangelnder Nachvollziehbarkeit nicht einbezogen. Die Auswirkungen der Emissionen zeigen sich vorwiegend in Scope 3.

Wasser

Der Wasserverbrauch der RBI (ausschließlich Leitungswasser) ist vergleichsweise gering und wirkt sich mit 73 kg kaum auf den CO2-Fußabdruck aus (liegt bei praktisch null Prozent). Der gesamte Wasserverbrauch lag 2017 bei 230.317 m3 bzw. neun m3/MA und Jahr.

Wasserverbrauch der RBI

Andrea Sihn-Weber

Head of Group Sustainability Management, General Manager of Raiffeisen Sustainability Initiative
Raiffeisen Bank International AG
Am Stadtpark 9, 1030 Wien
Tel: +43-1-71707-6069
andrea.sihn-weber@rbinternational.com
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