23.10.2017 - Der größte Wunsch von Herrn und Frau Österreicher – und wie dieser finanziert wird

  • Eigenheim bleibt unangefochten größter Wunsch bei 18-65-Jährigen
  • „Gender-Spezifika“: Frauen wollen Sicherheit, Männer nehmen mehr Risiko in Kauf
  • 75 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher sind bei Immobilienfinanzierung auf Fremdkapital angewiesen
  • Finanzierungsleistung der Raiffeisen Bausparkasse im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen

Wien – Die Raiffeisen Bausparkasse präsentierte heute Vormittag im Rahmen eines Pressegespräches gemeinsam mit dem renommierten Marktforschungsinstitut GfK eine Studie zum Finanzierungsverhalten der Österreicherinnen und Österreicher in Hinblick auf ihren größten Wunsch – die Realisierung eines Eigenheimes. Mit 53 Prozent gab mehr als die Hälfte der Befragten an, dass entweder Kauf oder Errichtung eines Hauses oder Kauf einer Eigentumswohnung ganz oben auf der Wunschliste stehen. Zählt man jene 13 Prozent hinzu, deren größter Wunsch es ist, die eigene Immobilie zu renovieren, ist die eigene Immobilie für 2/3 aller Österreicherinnen und Österreicher im Alter von 18-65 Jahren der größte Traum. Weitaus differenzierter sehen Frauen und Männer die dahinter folgenden Wünsche: „Unsere Studie zeigt sehr deutlich, dass die sonstigen Träume der Österreicherinnen und Österreicher bestehende Klischees bestens bedienen. Während Frauen verstärkt von Reisen und Vorsorge für Kinder beziehungsweise für die Familie träumen, haben Männer deutlich Autos, Yachten, das Zurückzahlen von Schulden sowie die eigene Vorsorge im Fokus“, so Studienautorin Mag. Ursula Swoboda, GfK.

Sicherheit, Freiheit und eine Anlageform mit guter Rendite wird laut Umfrage am stärksten mit Immobilienbesitz verbunden. Auch hier lassen sich klar geschlechtsspezifische Unterschiede in der Priorisierung darstellen: während 56 Prozent der befragten Frauen angaben, dass eine eigene Immobilie eine gute Form der Zukunftsvorsorge ist, taten das 44 Prozent der Männer. Dass eine eigene Immobilie auch Sicherheit für die Zukunft bedeutet, darin sind sich mit 56 Prozent mehr als die Hälfte der Befragten einig. Mit 62 Prozent stimmten wieder deutlich mehr Frauen als Männer (50 Prozent) dieser Aussage voll und ganz zu. „Es bestätigt sich einmal mehr, dass bei Frauen das Sicherheitsdenken ausgeprägter ist, als bei Männern“, so Swoboda.

75 Prozent fremdfinanziert

Rund ein Viertel der Personen, die in der Vergangenheit bereits eine Immobilie erworben haben, konnten das dafür benötigte Kapital großteils aus Eigenmitteln abdecken. Der Großteil der Immobilienbesitzer, rund 75 Prozent, war jedoch auf Fremdmittel in Form von Krediten oder Darlehen angewiesen, um ihr Eigenheim zu finanzieren. Die Höhe des Fremdmittelanteils liegt bei 40 Prozent oder mehr.

Immobilienfinanzierung – was zählt

Der Sicherheitsgedanke überwiegt bei der Immobilienfinanzierung klar. 91 Prozent der Befragten gaben an, dass ein fixer Zinssatz, zumindest teilweise erwünscht ist. Wiederum mehr als die Hälfte davon (55 Prozent) wünschen sich einen fixen Zinssatz über eine bestimmte Laufzeit hinweg, sowohl Frauen als auch Männer. 37 Prozent spricht sich für eine Mischform aus fixem und variablem Zinssatz als idealen Kredit aus. Zwar hält auch eine deutliche Mehrheit, nämlich 65 Prozent, eine Zinsobergrenze für besonders wichtig, aber auch hier zeigt sich ein deutlicher Unterschied bei Frauen und Männern. Während 72 Prozent der Frauen angaben, dass dies der Fall ist, taten das nur 58 Prozent der Männer.

Die ideale Finanzierung

„Durchaus überraschend ist für uns das Ergebnis, dass die Wunschvorstellung eines idealen Kredites sehr nahe an der tatsächlich von Österreicherinnen und Österreichern in Anspruch genommenen Finanzierung liegt“, äußert sich Mag. Manfred Url, Vorsitzender der Geschäftsführung der Raiffeisen Bausparkasse über die sehr realistische Einschätzung der für den Immobilienerwerb benötigten Mittel. Mit einer monatlichen Rate von 600 Euro und einem Finanzierungsbetrag von 140.000 Euro sehen sich Herr und Frau Österreicher laut Studie gut für den Erwerb ihrer Wunschimmobilie gerüstet. Frauen geben mit 560 Euro pro monatlicher Rate und einer Gesamtfinanzierungssumme von 122.000 Euro jedoch weniger an als Männer. Letztere schätzen den Bedarf für den Immobilienerwerb höher und veranschlagen im Schnitt 640 Euro pro Monat und eine Finanzierungssumme von 150.000 Euro. Grundsätzlich tendieren zwei Drittel zu einer höheren monatlichen Rate, insgesamt jedoch zu einer kürzeren Laufzeit und einer geringeren Gesamtbelastung. Beinahe dreiviertel aller Befragten sehen eine Laufzeit von bis zu 20 Jahren als optimal.

„Das ist genau das, was wir in der Praxis sehen“, so Manfred Url. „90 Prozent unserer Finanzierungsleistung ist mittlerweile auf Fixzins-Ausleihungen zurückzuführen, das wäre vor wenigen Jahren noch unvorstellbar gewesen. Diese Entwicklung geht ganz eindeutig auf das bestehende Niedrigzinsumfeld zurück. Auch wenn wir mittlerweile produktseitig mit einer Mischform aus fixem und variablem Kredit den Wunschvorstellungen von einem Drittel der Befragten entsprechen, sehen wir momentan keine große Trendumkehr. Eine solche wird es erst geben, wenn sich das Zinsniveau für langfristige Fixzinsen wieder nach oben bewegt“, betont Url.

Finanzierungsleistung steigt deutlich

Die aktuellen Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2017 der Raiffeisen Bausparkasse unterstreichen die Studienergebnisse insofern, als sich die Finanzierungsleistung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 643,7 Millionen Euro auf 822,5 Millionen Euro deutlich erhöht hat. „Dass unsere Finanzierungsleistung im Vorjahresvergleich um 30 Prozent zulegen konnte, zeigt einerseits, dass der Bedarf an Fremdmitteln ungebrochen hoch ist und andererseits, dass das Bauspardarlehen klar eine der beliebtesten Finanzierungsformen für Wohnzwecke ist. Vor allem die Kombination aus Sicherheit und Planbarkeit verleiht Bausparfinanzierungen ein hohes Maß an Attraktivität. Das ist vor allem auf die vorteilhafte Ausgestaltung zurückzuführen: entweder eine kostenlose Zinssatzobergrenze für 20 Jahre ab Darlehenszuteilung oder einen fixen Zinssatz mit langer Laufzeit“, erläutert Manfred Url. Er gehe davon aus, dass sich dieser Trend weiter fortsetzen werde, so der Vorsitzende Geschäftsführer der Raiffeisen Bausparkasse abschließend.

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Die Raiffeisen Bausparkasse ist das Spezialinstitut der Raiffeisen Bankengruppe Österreich für die Finanzierung, Erhaltung sowie Verbesserung von Wohnraum. Sie bietet prämienbegünstigte Sparverträge an und ermöglicht mit maßgeschneiderten Darlehensangeboten neben der Wohnraumschaffung auch die Finanzierung von Bildungs- und Pflegemaßnahmen. Die Raiffeisen Bausparkasse serviciert rund 1,7 Millionen Kunden in Österreich und verfügt über Auslandsbeteiligungen in der Tschechischen Republik, Slowakei und Rumänien. Die Raiffeisen Bausparkasse ist eine Tochter der Raiffeisen Bank International. Mehr Informationen finden Sie unter www.bausparen.at.

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Manfred Url, Vorsitzender Geschäftsführer der Raiffeisen Bausparkasse; Ursula Swoboda, GfK

Manfred Url, Vorsitzender Geschäftsführer der Raiffeisen Bausparkasse

 

Andrea Pelinka-Kinz

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