02.03.2018 - Nachgefragt: Warum Fahrverbote in Österreich nicht zweckmäßig sind

Nach dem Urteil, dass deutsche Städte bei hohen Stickoxid-Belastungen Fahrverbote erlassen dürfen, machen sich auch heimische Autofahrer Gedanken, ob Österreich nachziehen wird.

Renato Eggner, Geschäftsführer der Raiffeisen-Leasing Fuhrparkmanagement GmbH und in dieser Funktion Herr über 11.000 heimische Firmenfahrzeuge, kennt die Verunsicherungen  und Fragen seiner Kunden. Nachfolgend fasst er daher die wichtigsten Fakten rund um das Thema „Fahrverbote“ zusammen und gibt konkrete Tipps, welche Möglichkeiten Autofahrer haben, um jetzt auf umweltfreundliche Mobilität umzusteigen.

(1) Welche Fahrzeuge könnten von Fahrverboten betroffen sein?

Von eventuellen Einschränkungen könnten Dieselfahrzeuge der Abgasklassen Euro 5 und schlechter (Erstzulassung spätestens August 2015 – die meisten Hersteller haben schon viel früher auf Euro 6 umgestellt), sowie Benzinfahrzeuge der Abgasklassen Euro 3 und schlechter (Erstzulassung spätestens Dezember 2005) betroffen sein.

(2) Was bedeutet dieses Urteil für Österreich?

Dieses Urteil gilt naturgemäß nur für Deutschland. Die österreichische Bundesregierung hat Fahrverbote dezidiert ausgeschlossen.

(3) Wären in Österreich Fahrverbote zweckmäßig?

Grundsätzlich muss positiv angemerkt werden, dass in Österreich bereits seit Jahren erfolgreich an der Verbesserung der Luftqualität gearbeitet wird, etwa durch IG-Luft-Beschränkungen oder die Abgasplakettenverordnung für Nutzfahrzeuge. Die Stickoxid-Belastung in der österreichischen Luft ist laut dem Umweltbundesamt zwischen 2005 und 2015 um über ein Viertel zurückgegangen. Diese Entwicklung zeigt, dass sich die Luftqualität durch den Einsatz von neuen, umweltfreundlichen Fahrzeugen deutlich verbessern lässt.

 

 

Generell sind die NO2-Grenzwertüberschreitungen in Österreich weit niedriger als in den betroffenen deutschen Städten.Die nachfolgende Tabelle zeigt den Vergleich der beiden am höchsten belasteten Messpunkte in Österreich (Vomp und Hallein) mit München und Stuttgart:

 

 

 

 

 

Fahrverbote wären daher in Österreich keine zweckmäßige Maßnahme, um die heimische Luftqualität weiter zu verbessern. Auch ein großflächiger Umstieg auf Benzinfahrzeuge kann nicht befürwortet werden, da diese höhere CO2-Emissionen haben als Dieselfahrzeuge und damit die heimischen Klimaziele gefährden könnten, was wiederum hohe Strafzahlungen zur Folge hätte.

 

(4) Wie können sich heimische Autofahrer vor einem etwaigen Preisverfall von Dieselfahrzeugen schützen?

Grundsätzlich muss betont werden, dass Dieselfahrzeuge der Abgasnorm Euro 6 (verpflichtend seit 1. September 2015 – wobei die meisten Hersteller schon viel früher auf die neue Norm umgestellt haben) bedenkenlos empfohlen werden können, da diese bereits den neuesten Umweltstandards entsprechen und von allfälligen Fahrverboten in Deutschland ausgenommen wären.

Raiffeisen-Leasing bietet ab sofort eine neue Produktvariante des klassischen Restwertleasings an, mit der sich auch Privatkunden gegen einen möglichen Preisverfall am Gebrauchtwagenmarkt am Ende der Laufzeit absichern können: RestwertleasingPLUS. Die Vorteile liegen auf der Hand: kein Verwertungsrisiko bei ordentlicher Vertragsbeendigung, volle Transparenz, da der Restwert bereits zu Beginn vertraglich festgelegt wird und natürlich volle Flexibilität inklusive der Möglichkeit auf Vertragsverlängerung, Kauf, vorzeitige Auflösung oder Nutzung der Restwert-Garantie am Laufzeitende.

Für Unternehmen, die auf Mobilität angewiesen sind, ist Leasing eine optimale Finanzierungsform, denn bei einer durchschnittlichen Leasingdauer von 48 Monaten sind Leasingfahrzeuge im Durchschnitt zwei Jahre alt. Dadurch können Firmen davon ausgehen, dass sie immer Fahrzeugmodelle fahren, die am neuesten Stand der Technik sind. Durch professionelles Fuhrparkmanagement, müssen sich Unternehmen auch keine Gedanken über Wartungskosten oder die Verwertungserlöse ihrer Fahrzeug am Ende der Leasingdauer machen, sondern können sich voll und ganz auf ihr Kerngeschäft fokussieren.

 

(5) Ist jetzt der richtige Zeitpunkt für den Umstieg auf Elektromobilität?

Österreich hat bei Neuzulassungen innerhalb der EU mit 1,5 Prozent den höchsten Anteil an Elektroautos. Auch immer mehr heimische Unternehmen rüsten ihren Fuhrpark auf eine so genannte „Ökoflotte“ um. Hierbei spielt nicht nur die positive Klimabilanz eine wichtige Rolle, sondern auch die deutlich niedrigeren Betriebskosten, die bei Elektrofahrzeugen um rund ein Drittel günstiger sind als bei konventionell betriebenen Fahrzeugen.

Raiffeisen-Leasing Fuhrparkmanagement leistet seit Jahren Pionierarbeit im Bereich der Elektromobilität und berät Unternehmen über die Vorteile und Anforderungen eines emissionsfreien Fuhrparks. Aktuell sind bereits rund 7 Prozent der von Raiffeisen-Leasing Fuhrparkmanagement betreuten PKW und leichten Nutzfahrzeuge elektrisch unterwegs. Seit Herbst 2017 können auch öffentliche Institutionen und Kommunen über die Bundesbeschaffung GmbH (BBG) die Beratung und „Rund-um-Sorglos“-Pakete von Raiffeisen-Leasing Fuhrparkmanagement in Anspruch nehmen.

 

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Über die Raiffeisen-Leasing Fuhrparkmanagement GmbH | www.raiffeisen-leasing.at/fpm 
Die Raiffeisen-Leasing Fuhrparkmanagement (RL FPM) GmbH ist eine 100% Tochter der Raiffeisen-Leasing GmbH und einer der führenden Fuhrparkmanager Österreichs. Seit 1995 betreut RL FPM markenunabhängig und unter Berücksichtigung von ökologischen Aspekten Firmenkunden in ganz Österreich. Von den aktuell mehr als 11.000 gemanagten Fahrzeugen sind bereits rund 7 Prozent der PKW und leichten Nutzfahrzeuge elektrisch unterwegs.

Den Werten von Raiffeisen folgend, legt RL FPM traditionell einen starken Fokus auf die Reduktion der CO2-Emissionen in den betreuten Fuhrparks und hat sich dazu auch als Programmpartner der Initiative klimaaktiv (www.klimaaktiv.at) verpflichtet. Darüber hinaus ist RL FPM der einzige Fuhrparkmanager in Österreich, der sowohl nach der Qualitätsmanagementnorm ISO 9001:2015 als auch nach der Umweltmanagementnorm ISO 14001:2015 zertifiziert ist.  RL FPM ist Mitglied der Raiffeisen Nachhaltigkeits-Initiative (www.raiffeisen-nachhaltigkeit.at).

 

Über Raiffeisen-Leasing
Die Raiffeisen-Leasing GmbH ist als Spezialinstitut der Raiffeisen Bankengruppe Österreich im In- und Ausland tätig und bietet sämtliche Formen des Kfz-, Mobilien-, Flugzeug- und Immobilien-Leasing, Fuhrparkmanagement sowie Bauträgergeschäfte an. Im jährlichen Ranking von Leaseurope, dem Dachverband aller Leasinggesellschaften in Europa, liegt Raiffeisen-Leasing – als Marktführer der bankennahen Leasinggesellschaften in Österreich – aktuell auf Platz 16 unter den europäischen Leasinggesellschaften. Mehr Informationen finden Sie unter www.raiffeisen-leasing.at

Andrea Pelinka-Kinz

Head of PR Subsidiaries Austria | Spokeswoman
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