13.03.2019 - 2018: RBI erwirtschaftet ein Konzernergebnis von € 1.270 Millionen

  • Zinsüberschuss steigt im Jahresvergleich um 4,2 Prozent auf € 3.362 Millionen (2017: € 3.225 Millionen)
  • Betriebserträge steigen um 3,9 Prozent auf € 5.298 Millionen (2017: € 5.098 Millionen)
  • Verwaltungsaufwendungen steigen um 1,2 Prozent auf € 3.048 Millionen (2017: € 3.011 Millionen)
  • Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte sinken um 46,9 Prozent auf € 166 Millionen (2017: € 312 Millionen)
  • Ergebnis vor Steuern steigt um 8,8 Prozent auf € 1.753 Millionen (2017: € 1.612 Millionen)
  • Ergebnis nach Steuern steigt um 12,2 Prozent auf € 1.398 Millionen (2017: € 1.246 Millionen)
  • Konzernergebnis steigt um 13,8 Prozent auf € 1.270 Millionen (2017: € 1.116 Millionen)
  • Non-performing Loan Ratio sinkt im Vergleich zum Jahresende 2017 um 1,9 Prozentpunkte auf 3,8 Prozent
  • Common Equity Tier 1 Ratio beträgt 13,4 Prozent (fully loaded)
  • Ergebnis je Aktie steigt auf € 3,68 (2017: € 3,34)

Mit 1. Jänner 2018 wurden die Bestimmungen des neuen Bilanzierungsstandards für Finanzinstrumente (IFRS 9) wirksam. Zusätzlich zur Einführung von IFRS 9 hat die RBI auch ihr Bilanzbild und in Teilbereichen die Erfolgsrechnung verändert. Diese folgen nunmehr den von der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) herausgegebenen Meldepflichten zu Finanzinformationen (FINREP). Diese Umstellung erforderte eine Adaptierung der Werte der Vergleichsperiode 2017 und des Vergleichsstichtags 31. Dezember 2017. Die Vergleichbarkeit mit den Vorperioden ist nur bedingt gegeben.

Die Raiffeisen Bank International (RBI) erwirtschaftete im Jahr 2018 ein Konzernergebnis in Höhe von € 1.270 Millionen.

„Wir haben das sehr gute Vorjahresergebnis deutlich übertroffen und sind mit dem Geschäftsjahr 2018 sehr zufrieden. Wir haben unsere Kapitalquoten signifikant verbessert und die NPL Ratio weiter gesenkt. Daher können wir der Hauptversammlung eine wesentlich höhere Dividende vorschlagen als im vergangenen Jahr“, sagte Johann Strobl, Vorstandsvorsitzender der RBI.

Der Vorstand hat beschlossen, der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2018 die Ausschüttung einer Dividende von € 0,93 je Aktie vorzuschlagen. Dies ergäbe eine maximale Ausschüttungssumme von € 306 Millionen bzw. eine Ausschüttungsquote von 24 Prozent.

Die Betriebserträge verzeichneten im Jahresvergleich einen Zuwachs um 4 Prozent oder € 199 Millionen auf € 5.298 Millionen. Der um 4 Prozent auf € 3.362 Millionen gestiegene Zinsüberschuss wurde dabei vom Kreditwachstum getragen, der Zuwachs der durchschnittlichen zinstragenden Aktiva des Konzerns lag bei 3 Prozent.

Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich im Jahresvergleich um € 37 Millionen auf € 3.048 Millionen. Die Cost/Income Ratio verbesserte sich um 1,5 Prozentpunkte auf 57,5 Prozent.

„Trotz des Verkaufs des polnischen Kernbankgeschäfts stiegen die Kundenkredite um 4 Prozent. In fast allen Märkten hat die Kreditvergabe angezogen, am stärksten in Österreich, Tschechien, Rumänien und der Slowakei“, so Strobl.

Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte deutlich gesunken

Die Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte beliefen sich in der Berichtsperiode auf € 166 Millionen nach € 312 Millionen in der Vergleichsperiode.

Die Verbesserung der NPL Ratio von Kundenkrediten setzte sich 2018 ebenfalls fort: Seit Jahresbeginn 2018 ging sie um 1,9 Prozentpunkte zurück und lag Ende Dezember bei 3,8 Prozent.

Die NPL Coverage Ratio verbesserte sich weiter um 10,6 Prozentpunkte auf 77,6 Prozent, primär aufgrund von Verkäufen hochbesicherter Kredite sowie der erstmaligen Anwendung von IFRS 9.

Eigenmittelquote (fully loaded) von 18,2 Prozent

Die Common Equity Tier 1 Ratio (fully loaded) verbesserte sich um 0,6 Prozentpunkte auf 13,4 Prozent, wozu der Verkauf des polnischen Kernbankgeschäfts 0,9 Prozentpunkte beisteuerte. Die Tier 1 Ratio (fully loaded) verbesserte sich um 1,3 Prozentpunkte auf 14,9 Prozent, die Eigenmittelquote (fully loaded) um 0,3 Prozentpunkte auf 18,2 Prozent.

Das Ergebnis im Quartalsvergleich

Der Zinsüberschuss ging im Quartalsvergleich um 2 Prozent oder € 13 Millionen auf € 843 Millionen zurück, hervorgerufen durch einen Rückgang um € 35 Millionen in Polen aufgrund des Verkaufs des polnischen Kernbankgeschäfts. Dieser Effekt wurde durch volumenbedingt höhere Zinserträge in zahlreichen anderen Märkten zum Teil ausgeglichen. Die Nettozinsspanne nahm um 1 Basispunkt auf 2,52 Prozent zu.

Die Verwaltungsaufwendungen lagen mit € 819 Millionen im vierten Quartal um 12 Prozent oder € 85 Millionen über dem Wert des Vorquartals von € 734 Millionen.

„Wir haben im vierten Quartal die Möglichkeiten zur Bildung von zusätzlichen Risikovorsorgen, die uns die neuen IFRS-Regeln bieten, ausgeschöpft. Außerdem haben wir uns für außerordentliche Ereignisse, die nicht in den Risikomodellen abbildbar sind, gut gerüstet“, so Strobl.

Im vierten Quartal 2018 beliefen sich die Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte auf € 222 Millionen nach € 28 Millionen im Vorquartal. Dieser starke Anstieg beruhte vor allem auf Vorsorgen von € 105 Millionen aufgrund der Verfeinerung der IFRS-9-Modelle sowie Vorsorgen von € 54 Millionen für im Modell nicht abbildbare erwartete Kreditrisiken aufgrund außerordentlicher Ereignisse (vor allem mögliche Russland-Sanktionen).

Das Konzernergebnis sank um € 319 Millionen auf € 97 Millionen. Auslöser dafür waren vor allem um € 194 Millionen höhere Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte und ein um € 124 Millionen geringeres Betriebsergebnis, das insbesondere durch den Verkauf des polnischen Kernbankgeschäfts sowie saisonale Effekte bei den Verwaltungsaufwendungen geprägt war.

Ausblick

Die RBI geht für die nächsten Jahre von einem durchschnittlichen Kreditwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich aus.

Für 2019 erwartet sie eine Neubildungsquote von rund 45 Basispunkten.

Die NPL Ratio soll weiter sinken.

Die RBI strebt für 2021 eine Cost/Income Ratio von etwa 55 Prozent an.

Sie peilt in den nächsten Jahren einen Konzern-Return-on-Equity von etwa 11 Prozent an.

Mittelfristig strebt die RBI eine CET1 Ratio von rund 13 Prozent an.

Basierend auf dieser Zielquote beabsichtigt sie Dividendenausschüttungen in Höhe von 20 bis 50 Prozent des Konzernergebnisses.

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Der Online-Geschäftsbericht ist unter gb2018.rbinternational.com abrufbar, die englische Version unter ar2018.rbinternational.com.

Wichtige Daten auf einen Blick

Präsentation Jahresergebnis 2018

 

 

Ingrid Krenn-Ditz

Head of Group Communications | Corporate Spokeswoman
Raiffeisen Bank International AG
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