08.08.2019 - RBI: Zwischenbericht 1. Halbjahr 2019

RBI: Zwischenbericht 1. Halbjahr 2019
Solides Kreditwachstum, Kapital weiter gestärkt

  • Konzernergebnis von € 571 Millionen
  • Erfreuliche Entwicklung bei Zins- und Provisionsüberschuss (Anstieg im Jahresvergleich um 8 Prozent bzw. 5 Prozent bereinigt um die Erträge des polnischen Kernbankgeschäfts, das 2018 verkauft wurde)
  • Handelsergebnis beeinflusst durch Fair-Value-Bewertungen von Absicherungsinstrumenten und zu Marktpreisen bewerteten Verbindlichkeiten. Diese negativen Effekte neutralisieren sich über die Laufzeit der Portfolios
  • Anstieg der Kundenkredite um 9 Prozent seit Jahresbeginn, hauptsächlich in der Konzernzentrale, Russland und Zentraleuropa
  • Nettozinsspanne im Vorjahresvergleich aufgrund eines höheren Anteils des kurzfristigen Geschäfts in der Konzernzentrale und geringerer Margen in Russland leicht gesunken
  • Risikokosten nach wie vor sehr niedrig (€ 12 Millionen)
  • NPE Ratio weiter verbessert auf 2,3 Prozent
  • CET1 Ratio auf 13,8 Prozent gestiegen (inklusive Ergebnis seit Jahresbeginn)

Die Raiffeisen Bank International (RBI) erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2019 ein Konzernergebnis in Höhe von € 571 Millionen.

„Im ersten Halbjahr konnten wir bei den Kundenkrediten einen Zuwachs von 9 Prozent verzeichnen, und zwar vor allem in Österreich, Russland und Zentraleuropa. Zins- und Provisionsüberschuss entwickelten sich trotz des Niedrigzinsumfelds sehr erfreulich, und die Risikokosten blieben auf sehr niedrigem Niveau“, sagte Vorstandsvorsitzender Johann Strobl.

Insgesamt stieg der Zinsüberschuss geringfügig um € 2 Millionen auf € 1.664 Millionen. Die Nettozinsspanne verringerte sich um 7 Basispunkte auf 2,42 Prozent, hervorgerufen vor allem durch Wachstum im niedrigmargigen Geschäft in der Konzernzentrale und die Margenentwicklung in Russland und Belarus.

Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich im Jahresvergleich um € 3 Millionen auf € 1.497 Millionen. Die Cost/Income Ratio stieg um 4,8 Prozentpunkte auf 60,7 Prozent.

Moderate Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte

In der Berichtsperiode kam es zu moderaten Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte in Höhe von € 12 Millionen, nachdem in der Vergleichsperiode des Vorjahres – vor allem aufgrund von Zuflüssen und Sanierungserfolgen – eine Nettoauflösung von Kreditrisikovorsorgen von € 83 Millionen verbucht worden war.

Die NPE Ratio ging seit Jahresbeginn um 0,3 Prozentpunkte auf 2,3 Prozent zurück. Die NPE Coverage Ratio verbesserte sich um 0,7 Prozentpunkte auf 59,0 Prozent.

Eigenmittelquote (fully loaded) von 17,8 Prozent

Die Common Equity Tier 1 Ratio (fully loaded) lag bei 13,8 Prozent, die Tier 1 Ratio (fully loaded) bei 15,3 Prozent (jeweils plus 0,4 Prozentpunkte) und die Eigenmittelquote (fully loaded) bei 17,8 Prozent (minus 0,3 Prozentpunkte).

Das Ergebnis im Quartalsvergleich

Der Zinsüberschuss stieg im Quartalsvergleich um 2 Prozent oder € 15 Millionen auf € 840 Millionen, hervorgerufen durch einen volumenbedingten Anstieg um € 14 Millionen in Russland. In der Ukraine waren ebenfalls höhere Volumina bei Krediten an Nicht-Finanzunter-nehmen und Haushalte für einen Anstieg des Zinsüberschusses um € 4 Millionen verantwortlich. In Ungarn sorgten hingegen niedrigere Zinserträge aus derivativen Finanzinstrumenten für einen Rückgang des Zinsüberschusses um € 3 Millionen. Die Nettozinsspanne reduzierte sich durch eine Zunahme vor allem des kurzfristigen, niedrigmargigen Geschäfts in der Konzernzentrale um 2 Basispunkte auf 2,40 Prozent.

Mit € 773 Millionen lagen die Verwaltungsaufwendungen im zweiten Quartal 2019 um € 49 Millionen über dem Wert des Vorquartals.

Im zweiten Quartal 2019 beliefen sich die Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte auf € 2 Millionen nach € 9 Millionen im Vorquartal.

Das Konzernergebnis verbesserte sich um € 119 Millionen auf € 345 Millionen. Wesentlich trugen zu dieser Verbesserung die um € 97 Millionen niedrigeren Abgaben und Sonderbelastungen aus staatlichen Maßnahmen bei, die vorwiegend zur Gänze im ersten Quartal zu buchen sind.

Ausblick

Die RBI geht für die nächsten Jahre von einem durchschnittlichen Kreditwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich aus.

Für 2019 erwartet sie eine Neubildungsquote von unter 45 Basispunkten.

Die NPE Ratio soll weiter sinken.

Die RBI strebt für 2021 eine Cost/Income Ratio von etwa 55 Prozent an.

Sie peilt in den nächsten Jahren einen Konzern-Return-on-Equity von etwa 11 Prozent an.

Mittelfristig will die RBI eine CET1 Ratio von rund 13 Prozent beibehalten.

Basierend auf dieser Zielquote beabsichtigt sie Dividendenausschüttungen in Höhe von 20 bis 50 Prozent des Konzernergebnisses.

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Der Online-Halbjahresbericht ist unter zb022019.rbinternational.com abrufbar. Die englische Version ist unter qr022019.rbinternational.com im Netz. Sie können dort auch gedruckte Exemplare bestellen.

Wichtige Daten auf einen Blick

Präsentation H1-Ergebnis 2019
 

Krenn-Ditz

Ingrid Krenn-Ditz

Head of Group Communications
Corporate Spokeswoman
Raiffeisen Bank International AG
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