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15.05.2019 - RBI weist für das erste Quartal 2019 ein Konzernergebnis von € 226 Millionen aus

  • Konzernergebnis von € 226 Millionen, hauptsächlich beeinflusst durch Veränderung der Risikokosten um € 92 Millionen nach Nettoauflösungen im ersten Quartal 2018, negative Bewertungsergebnisse aus Hedging und den Verkauf des polnischen Kernbankgeschäfts
  • Zinsüberschuss mit € 825 Millionen stabil im Jahresvergleich. Ohne Berücksichtigung Polens wäre der Zinsüberschuss im Jahresvergleich um rund 8 Prozent gestiegen
  • Anstieg der Kundenkredite um 6 Prozent seit Jahresbeginn
  • Nettozinsspanne im Quartalsvergleich aufgrund einer Verringerung in Russland und eines höheren Anteils des kurzfristigen Geschäfts mit geringeren Margen in der Konzernzentrale um 10 Basispunkte auf 2,43 Prozent gesunken
  • Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte mit € 9 Millionen nach wie vor sehr niedrig (4 Basispunkte Neubildungsquote), aber weniger Auflösungen und Erträge aus dem Eingang wertberichtigter Forderungen als im Vorjahr
  • NPE Ratio auf 2,5 Prozent verbessert
  • CET1 Ratio auf 13,6 Prozent verbessert (fully loaded, inklusive Ergebnis seit Jahresbeginn)

Die Raiffeisen Bank International (RBI) erwirtschaftete im ersten Quartal 2019 ein Konzernergebnis in Höhe von € 226 Millionen, das Betriebsergebnis betrug € 465 Millionen.

„Kreditwachstum und Zinsüberschuss entwickeln sich erfreulich. Aufgrund von verschiedenen Sondereffekten ist das erste Quartal 2019 nur bedingt mit dem Vorjahresquartal vergleichbar. Ich gehe davon aus, dass die RBI auch 2019 ein gutes Geschäftsergebnis erwirtschaften wird. Wir verfügen über eine starke Kapitalbasis, die uns Spielraum für weiteres Wachstum gibt“, sagte Vorstandsvorsitzender Johann Strobl.

Insgesamt sank der Zinsüberschuss in den ersten drei Monaten 2019 im Jahresvergleich trotz des Verkaufs des Kernbankgeschäfts der Raiffeisen Polbank nur geringfügig um € 4 Millionen auf € 825 Millionen. Rechnet man den Verkauf heraus, wäre der Zinsüberschuss um rund 8 Prozent gewachsen. Die Nettozinsspanne verringerte sich um 7 Basispunkte auf 2,43 Prozent, hervorgerufen vor allem durch Wachstum im niedrigmargigen Geschäft in der Konzernzentrale und die negative Margenentwicklung in Russland und Belarus.

Die Verwaltungsaufwendungen sanken im Jahresvergleich um € 16 Millionen auf € 724 Millionen. Die Cost/Income Ratio stieg vor allem aufgrund von Bewertungen von Absicherungsgeschäften um 3,6 Prozentpunkte auf 60,9 Prozent.

Moderate Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte

In der Berichtsperiode kam es zu moderaten Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte in Höhe von € 9 Millionen, nachdem in der Vergleichsperiode des Vorjahres – vor allem aufgrund von Zuflüssen und Sanierungserfolgen – eine Nettoauflösung von Kreditrisikovorsorgen von € 83 Millionen verbucht worden war.

Die NPE Ratio blieb nahezu stabil: Seit Jahresbeginn ging sie um 0,1 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent zurück. Auch die NPE Coverage Ratio blieb mit 58,4 Prozent nahezu unverändert.

Eigenmittelquote (fully loaded) von 18,0 Prozent

Die Common Equity Tier 1 Ratio (fully loaded) lag bei 13,4 Prozent, die Tier 1 Ratio (fully loaded) bei 14,9 Prozent und die Eigenmittelquote (fully loaded) bei 18,0 Prozent. Alle Quoten sind gegenüber 2018 nahezu unverändert. Inklusive berücksichtigungsfähigem Zwischengewinn aus dem ersten Quartal wären diese Kapitalquoten um ca. 18 Basispunkte höher.

Das Ergebnis im Quartalsvergleich

Der Zinsüberschuss der RBI sank im Quartalsvergleich um 2 Prozent oder € 18 Millionen auf € 825 Millionen, hervorgerufen durch einen Rückgang um € 19 Millionen in Polen (Verkauf des polnischen Kernbankgeschäfts). Die Nettozinsspanne ging durch die negative Margenentwicklung in Russland sowie eine Zunahme vor allem des kurzfristigen niedrigmargigen Geschäfts in der Konzernzentrale um 10 Basispunkte auf 2,43 Prozent zurück.

Mit € 724 Millionen lagen die Verwaltungsaufwendungen im ersten Quartal 2019 um 11,6 Prozent unter dem Wert des Vorquartals von € 819 Millionen.

Im ersten Quartal 2019 beliefen sich die Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte auf € 9 Millionen, nachdem im Vorquartal noch Wertminderungen von € 222 Millionen angefallen waren.

Das Konzernergebnis verbesserte sich um € 129 Millionen auf € 226 Millionen. Die um € 212 Millionen geringeren Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte trugen wesentlich zu dieser Verbesserung bei. Dem standen um € 101 Millionen höhere Abgaben und Sonderbelastungen aus staatlichen Maßnahmen gegenüber, die in den meisten Fällen zur Gänze im ersten Quartal zu buchen sind.

Ausblick

Die RBI geht für die nächsten Jahre von einem durchschnittlichen Kreditwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich aus.

Für 2019 erwartet sie eine Neubildungsquote von rund 45 Basispunkten.

Die NPE Ratio soll weiter sinken.

Die RBI strebt für 2021 eine Cost/Income Ratio von etwa 55 Prozent an.

Sie peilt in den nächsten Jahren einen Konzern-Return-on-Equity von etwa 11 Prozent an.

Mittelfristig will die RBI eine CET1 Ratio von rund 13 Prozent beibehalten.

Basierend auf dieser Zielquote beabsichtigt sie Dividendenausschüttungen in Höhe von 20 bis 50 Prozent des Konzernergebnisses.

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Der Online-Quartalsbericht ist unter zb012019.rbinternational.com abrufbar. Die englische Version ist unter hqr012019.rbinternational.com im Netz. Sie können dort auch gedruckte Exemplare bestellen.

Wichtige Daten auf einen Blick

Präsentation Q1-Ergebnis 2019 auf Englisch

 

Ingrid Krenn-Ditz

Ingrid Krenn-Ditz

Head of Group Communications
Corporate Spokeswoman

Raiffeisen Bank International AG
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