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Björn Zaksek und Michael Heinzl sitzen in einem Raum vor großen Glasfenstern mit Blick auf die Stadtkulisse. Beide tragen braune Sakkos und hellblaue Hemden, was auf ein professionelles oder Business-Casual-Ambiente hindeutet. Die Szene ist hell erleuchtet, mit einem gelben Grafikrahmen und Pfeilen an den Seiten. Die Atmosphäre ist modern und professionell, der Fokus liegt auf einem Gespräch oder Interview.

Bessere Daten für bessere Reports: Warum moderne Integration einen echten Unterschied macht

Moderne Reporting-Formate und Schnittstellen wie APIs unterstützen effizientes Treasury mit Echtzeit-Informationen auf Knopfdruck, besser strukturieren Daten und mehr Flexibilität. Essenziell ist dabei eine tiefe Integration in Kundensysteme, um eine leistungsfähige Echtzeitumgebung zu schaffen.

  • By Björn Zaksek, Michael Heinzl
  • Market Trends

Echtzeit-Transparenz im Treasury Reporting entwickelt sich schnell von einem Nice-to-have zu einer grundlegenden Erwartung.  Da sich Echtzeitzahlungen zunehmend als neuer Standard etablieren und Zahlungsprozesse immer schneller werden, müssen auch Treasury-Entscheidungen – wie Finanzierungen, FX-Geschäfte oder die Nutzung von Kreditlinien – entsprechend schneller getroffen werden. Ohne zeitnahe Informationen reagieren Unternehmen entweder zu spät oder halten zu viel Liquidität als Sicherheitspuffer vor.

Reporting in Echtzeit

„Auf Abruf verfügbare Daten – etwa über APIs – werden in diesem Zusammenhang immer wichtiger, da sie detaillierte Einblicke in Echtzeit auf der Ebene einzelner Zahlungen liefern können, anstatt sich auf Informationen am Tagesende oder verzögerte Intraday-Informationen zu stützen,“ sagt Björn Zaksek, Cash-Management-Produkt-Experte bei der RBI. „Gerade in fragmentierten Regionen wie Mittel- und Osteuropa sowie in angrenzenden Märkten ist eine solche Transparenz besonders wertvoll. Unterschiedliche Währungen und nationale Clearing-Systeme führen dort häufig dazu, dass sich Abwicklungsprozesse und Cut-off-Zeiten von Markt zu Markt unterscheiden. Echtzeitinformationen helfen Unternehmen daher, Zahlungsstatus und Liquiditätspositionen präziser zu überwachen und ihre Treasury-Entscheidungen trotz dieser Komplexität effizient zu steuern.“

Auch aus Risikosicht ist zeitnahe Information entscheidend: Verzögert verfügbare Zahlungsdaten erschweren es, Betrug oder Fehler frühzeitig zu erkennen – was die Klärung oft aufwendiger und kostspieliger macht. „In der Praxis sind Echtzeit-Statusaktualisierungen besonders wertvoll für das Zahlungsmanagement und die Kontenabstimmung, da sie den Treasury-Teams helfen, abgelehnte oder verzögerte Zahlungen sofort zu identifizieren, anstatt Probleme erst am Ende des Tages zu entdecken.“

Flexiblere Schnittstellen und neue Datenformate

„Die Umstellung auf neue Datenformate stellt für viele Unternehmen eine Herausforderung dar, da Alt-Formate schrittweise abgelöst werden und oft nicht mehr mit Folgeprozessen kompatibel sind“, sagt Michael Heinzl, Produktmanager Cash Management & Payments Expert bei der RBI. Der Vorteil der neuen Formate liegt vor allem darin, dass strukturierte Daten deutlich besser verarbeitet und für automatisierte Folgeprozesse genutzt werden können. „Wir können diese neuen Formate über alle Kanäle abdecken und unterstützen Kunden dabei, diese Vorteile zu nutzen.” APIs sind in diesem Zusammenhang sehr offen und können eine Vielzahl von Datentypen transportieren, die über klassische Zahlungsinstruktionen oder Kontoauszugsinformationen hinausgehen, wie beispielsweise Userrechte, Datenbankexporte oder Konto-Metadaten.

Michael Heinzl sitzt in einem braunen Blazer und einem blauen Hemd in einem modernen Büro mit großen Glasfenstern und gestikuliert beim Sprechen. Im Hintergrund erstreckt sich eine Stadtlandschaft mit Gebäuden und einem leicht bewölkten Himmel. Leuchtend gelbe geometrische Formen überlagern das Bild und verleihen ihm eine dynamische visuelle Note. Die Atmosphäre ist professionell und modern, natürliches Tageslicht durchflutet die Szene.
Michael Heinzl, Product Manager Cash Management & Payments Expert

Tiefere Integration für effiziente Prozesse

Voraussetzung ist jedoch, dass sowohl die Bank als auch der Kunde beziehungsweise dessen Softwareanbieter diese Daten verarbeiten können. „Unser Ziel ist es, APIs möglichst tief in proprietäre Anwendungen zu integrieren und sowohl ERP-/TMS-Umgebungen als auch Backend-Systeme von Banken gemeinsam in Richtung einer vollständig integrierten Echtzeitverarbeitung zu entwickeln“, fügt Björn Zaksek hinzu.

Never change a running system?

Viele Kunden sind zurückhaltend bei der Umstellung auf APIs, da sie mit bestehenden Systemen zufrieden sind. „Solange das aktuelle Setup grundsätzlich und belastbar funktioniert, besteht im Treasury oft wenig Drang zur Veränderung“, sagt Björn Zaksek. Mit APIs kann jedoch weit mehr optimiert werden als nur das bestehende Cash-Management-Setup. So können beispielsweise Bankkontoinformationen und Zugriffsrechte über APIs tagesaktuell abgerufen werden, was bei klassischen Kanälen oft langwierige Prozesse erfordert oder teilweise gar nicht möglich ist.

Innovative Funktionen

„Auch die Prävalidierung von Daten vor deren Eingang in die Bankensysteme könnte zukünftig über APIs angeboten werden. Dies erhöht die Qualität und Effizienz, da nur korrekte Transaktionen durchgelassen werden, was wiederum Kosten spart“, erläutert Björn Zaksek. Ein weiteres Zukunftsthema ist das Electronic Bank Account Management (eBAM), das derzeit bereits über EBICS läuft, aber auch API-basiert angeboten werden kann. „Bei der RBI arbeiten wir aktiv an der Entwicklung solcher API-Produkte, um den Kunden moderne, flexible und effiziente Lösungen zu bieten“, fasst der Experte zusammen.

Björn Zaksek, in einem braunen Blazer und hellblauem Hemd, sitzt in einem modernen Sessel vor hohen Glasfenstern. Im Hintergrund erstreckt sich eine Stadtlandschaft mit Gebäuden und fernen Hügeln unter einem bewölkten Himmel. Leuchtend gelbe geometrische Formen überlagern das Bild und verleihen ihm eine moderne Note. Die Szenerie lässt auf ein Hochhaus oder ein Bürogebäude mit Panoramablick schließen.
Björn Zaksek, Cash Management Product Expert