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Eine professionelle Frau im schwarzen Blazer lächelt selbstbewusst vor einer digitalen Oberfläche, die finanzielle Trends und Innovationen im Cash Management symbolisiert, und die Zukunft des digitalen Cash Managements darstellt.

Cash Management: Diese digitalen Innovationen sollten Sie kennen

Open APIs im Cash Management steigern die Effizienz, indem sie eine nahtlose Integration zwischen Finanzsystemen ermöglichen und einen Echtzeitzugriff auf Finanzdaten bieten. Susanne Prager, Head of Cash Management bei der RBI, stellt die neuesten Open-API-Funktionen vor. Die Expertin gibt einen Ausblick auf Trends, die das Cash Management der Zukunft prägen – und erklärt, wie Unternehmen und Finanzinstitute diese nutzen können.

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Aktuelle Innovationen bei Open APIs
Weitere Trends im Cash Management
Auf dem Radar: Digitalisiertes Geld

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„Mit ihrer nahtlosen Integration verschiedener Finanzsysteme machen Open APIs das Cash Management unserer Kunden effizienter. Sie automatisieren den Datentransfer und machen Finanzinformationen in Echtzeit zugänglich“, sagt Susanne Prager, Head of Cash Management bei der RBI. Diese Interoperabilität verbessert die Entscheidungsfindung, strafft die Prozesse und ist vor allem für große Unternehmen, Finanzinstitute, Fintechs und Organisationen mit komplexen Finanzgeschäften interessant. 

Aktuelle Innovationen bei Open APIs

„Wir bei der RBI haben unser Open-API-Angebot in den letzten Jahren ausgebaut, etwa in Bezug auf Länderabdeckung, SAP-Integration und on-time-Benachrichtigungen“, sagt Susanne Prager. Fast alle Netzwerkbanken der RBI sind jetzt auch über Realtime-APIs angebunden und damit über die APIs des RBI-Konzerns verfügbar. „Treasurer können nun Echtzeit-Cash-Management-Daten von Konten z.B. in Österreich, der Slowakei, Ungarn und Rumänien abrufen.“ 

Die RBI ist eine offizielle Mitgliedsbank des Multi-Bank-Connectivity-Netzwerks (MBC) von SAP und hat sich über Open APIs in die MBC integriert. Diese Integration bringt den gemeinsamen Kunden von RBI und SAP zahlreiche Vorteile, wie etwa einfachere und schnellere Integrationsprozesse. „Die RBI hat sich zu einer standardisierten Anbindungsmethode für das Onboarding entwickelt, die den gesamten Prozess verschlankt und beschleunigt“, erklärt die Cash-Management-Expertin. „Darüber hinaus ist die RBI eine der wenigen Banken, die alle wichtigen Zahlungsformate über APIs integriert hat.“ 

„In naher Zukunft werden wir auch für Finanzinstitute Interbank-Zahlungsformate (pacs-Formate) in unseren APIs für Bankkonten in Österreich anbieten. Dadurch hat ein völlig neues Kundensegment die Möglichkeit, sich über APIs mit uns zu verbinden.“

„Mit den On-Time Notifications der RBI für Camt.052 können Kunden den Komfort von Echtzeit-Updates erleben“, erklärt die Spezialistin. Die innovative Funktion informiert die Kunden über ihre untertägigen Kontobewegungen, einschließlich der Zu- und Abflüsse. Das System erstellt aktiv einen Standard-Intraday-Auszug als Camt.052, sobald eine Transaktion auf dem Konto (Belastung oder Gutschrift) erfolgt ist. Der detaillierte Auszug mit umfassenden Transaktions- und Saldeninformationen wird über die Open-API-Verbindung unmittelbar nach jeder Kontobewegung automatisch zur Verfügung gestellt.

Weitere Trends im Cash Management

„Zu den wichtigsten digitalen Innovationen und Trends im Cash Management gehören künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen (ML)“, sagt Susanne Prager. „Mit diesen Tools können wir prädiktive Analysen sowie die Betrugserkennung oder auch die automatisierte Entscheidungsfindung verbessern.“

Cloud Computing, das die Skalierbarkeit, Zugänglichkeit und Datenspeicherung erheblich erleichtert, und Big Data Analytics sind ebenfalls wichtige Entwicklungen im Cash Management. „Big Data liefert uns Erkenntnisse für ein besseres Cashflow-Management und bessere Prognosen.“

Diese digitalen Innovationen und Trends im Cash Management sind vor allem für große Unternehmen interessant, die komplexe Cashflows, Liquidität und Finanzoperationen effizient managen müssen, aber auch für KMU, die nach skalierbaren, kosteneffizienten Lösungen zur Optimierung ihres Cash Managements suchen. „Wir sind bestrebt, das Potenzial und die Vorteile dieser Technologien sowohl unseren Unternehmens- als auch unseren institutionellen Kunden zugänglich zu machen“, sagt Susanne Prager. „In Co-Creation-Workshops laden wir unsere Kunden ein, gemeinsam mit uns konkrete Anwendungsfälle und Lösungen zu entwickeln und die neuesten Marktinnovationen in leistungsfähige Produkte zu übersetzen.“ 

Auf dem Radar: digitale Geldformen

„In den letzten Jahren haben wir proaktiv und strategisch die Entwicklung neuer digitaler Zahlungsmittel wie Stablecoins, tokenisierte Einlagen oder digitale Zentralbankwährungen (CBDCs) verfolgt, mit einem besonderen Fokus auf praktische Anwendungen und das Potenzial zur Neugestaltung des zukünftigen Finanzsystems“, erklärt Susanne Prager. „Während der US-Dollar-Markt weltweit bei Transaktionsvolumen und Anwendungsfällen führt, beobachten wir in Europa und anderen Jurisdiktionen eine deutliche Dynamik, vorangetrieben vor allem durch klarere regulatorische Rahmenbedingungen und eine verstärkte Beteiligung öffentlicher Akteure.“

Angesichts der strategischen Bedeutung dieser Entwicklungen ist das Thema neue digitale Geldformen auch Teil der Cash-Management-Strategie der RBI. „Besonderes Augenmerk liegt auf kritischen Bereichen wie grenzüberschreitenden Zahlungen und Liquiditätsmanagement, in denen Verbesserungen erhebliche Effizienz- und Kostenvorteile bringen können. Gleichzeitig wollen wir analysieren, wo genau in der Zahlungskette diese neuen Geldformen im Vergleich zum Status quo greifbare Vorteile bieten. Dieses Verständnis zu vertiefen, wird also in nächster Zeit ein zentraler Fokus sein, um die sinnvollsten Anwendungsfälle und Integrationspunkte innerhalb unseres bestehenden Serviceangebots zu identifizieren.“

Das traditionelle Korrespondenzbankmodell, obwohl nach wie vor robust und weit verbreitet, befindet sich in einem Transformationsprozess. Branchenakteure verlangen zunehmend schnellere, kostengünstigere und transparentere Alternativen. „Digitales Geld bietet mit seinem höheren Potenzial für Programmierbarkeit und Automatisierung vielversprechende Möglichkeiten, Abwicklungsprozesse zu optimieren, die Abhängigkeit von Vermittlern zu verringern und die betriebliche Effizienz insgesamt zu steigern. Dennoch ist uns bewusst, dass die breitere Einführung dieser Technologien schrittweise erfolgen wird und von sich entwickelnden regulatorischen Rahmenbedingungen sowie der Marktreife abhängt.“

Eine weitere zentrale Frage für die Branche ist, wie der aufstrebende Markt für neue digitale Geldformen mit den etablierten Finanzinfrastrukturen koexistieren wird. Eine nahtlose Integration in bestehende Banksysteme bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung von Stabilität, Compliance und operativer Resilienz wird für traditionelle Banken entscheidend sein. Effiziente Betriebsmodelle zu identifizieren, die beide Welten verbinden, ist also der entscheidende Erfolgsfaktor in den kommenden Jahren.

Gemeinsam mit anderen führenden europäischen Banken engagiert sich die RBI im EUR-Stablecoin-Konsortium Qivalis, um die nächste Phase der Marktentwicklung aktiv mitzugestalten. „Mit zunehmender regulatorischer Klarheit und vertiefter Branchenzusammenarbeit erwarten wir eine allmähliche Beschleunigung des eurobasierten Stablecoin-Ökosystems, begleitet von steigenden Transaktionsvolumina und wachsenden realen Anwendungsfällen über alle Kundensegmente hinweg“, meint Susanne Prager.

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