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Ein Materialkasten steht im Zentrum eines hellen Hintergrunds, flankiert von zwei großen gelben Pfeilen. Auf dem Kasten befindet sich ein gut sichtbares Etikett mit Text und einem grünen Kreuzsymbol. Die Farbpalette ist insgesamt klar und minimalistisch, dominiert von Weiß- und Gelbtönen. Es sind keine Personen im Bild zu sehen.

Open APIs für smartes Cash Management: Worauf es in der Praxis ankommt

Um das volle Potenzial von APIs im Treasury auszuschöpfen, braucht es den richtigen Bankpartner und die passenden Voraussetzungen auf Kundenseite. Dann lassen sich Operationen wie Treasury-Reporting dank Echtzeitdaten und tiefer Prozessintegration effizient und transparent gestalten.

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„Worauf Organisationen bei der Integration von Open APIs besonders achten sollten, ist die Flexibilität des Bankpartners“, sagt Björn Zaksek, Cash-Management-Produkt-Experte bei der RBI. „Egal, ob Kunden ihre Treasury-Systeme selbst entwickelt haben, einen Provider nutzen oder über große Softwareanbieter wie SAP angebunden sind, mit unserem Service funktioniert die Anbindung prinzipiell an jedes Setup.“ Wie bei allen Kanälen geht es auch bei Open APIs um eine nahtlose Integration in die Systeme der Kunden. „APIs sind eine zukunftsweisende Technologie, da sie offen, datenagnostisch und tief in Systeme integrierbar sind“, so der Experte. „Viele Kunden nutzen unsere APIs, um Banking-Funktionen direkt in ihre eigenen Cash-Management-Plattformen zu integrieren, klassisch ist auch der Einbau in Treasury-Management-Systeme (TMS). Aber das Schöne an APIs ist eben ihre Flexibilität, wir hatten sogar schon einen Kunden, der sie in sein Customer-Relationship-Management-System (CRM) eingebunden hat.“

Echtzeitfähigkeit und Netzwerkvorteil

Die Echtzeitfähigkeit, die Open APIs ermöglichen, ist besonders im Cash-Management entscheidend. „Eine klare Stärke der RBI ist die Fähigkeit, Zahlungen und Statusmeldungen in Echtzeit über unser Netzwerk von Banken in verschiedenen Ländern im CEE-Raum abzuwickeln, abhängig von lokalen Cut-Off-Zeiten. Während andere Banken zwar eine ähnliche Länderabdeckung oder eine vergleichbare technische Kapazität haben, können wir beides kombinieren und unseren Kunden diese Vorteile aus einer Hand anbieten.“

Tiefe Integration durch vorimplementierte Schnittstellen

„Wir sind eine der exklusiven Member Banks der SAP Multi-Bank Connectivity (MBC), und diese tiefe Systemintegration bringt Kunden einige Vorteile“, so der Experte. API-Anbindungen sind so direkt aus dem System möglich und kostengünstiger, da die Verbindung schon vorinstalliert ist. „Wir arbeiten eng mit SAP zusammen. So können wir für unsere gemeinsamen Kunden wichtige Abläufe verbessern und integrieren.“

Björn Zaksek sitzt in einem braunen Blazer und einem hellblauen Hemd in einem modernen Sessel vor großen Glasfenstern. Im Hintergrund bietet sich ein Panoramablick auf die Stadt mit einem markanten Kirchturm. Die Szenerie wirkt wie ein Hochhaus oder eine Aussichtsplattform; geometrische gelbe Grafiken überlagern das Bild. Die Stimmung ist professionell und urban, die kühle Farbpalette wird durch die Kleidung des Mannes zusätzlich betont.

Spezielle APIs für Finanzinstitute

„Für institutionelle Kunden wie Banken, Payment Service Provider und andere Finanzinstitute entwickeln wir spezialisierte APIs“, sagt Björn Zaksek. Diese APIs erfüllen spezifische technische Anforderungen und unterstützen branchenspezifische Datenformate für Finanzinstitute. Diese Lösungen werden im ersten Schritt für österreichische Konten verfügbar sein. „Generell ermöglichen APIs nicht nur umfassendes Reporting, sondern auch den Austausch und die Verarbeitung komplexer Datenartefakte innerhalb des API-Kanals“, so der Experte. „Diese Entwicklung basiert auf konkreten Rückmeldungen unserer Kunden, wir sind hier also ganz nah an den tatsächlichen Marktbedürfnissen.“

Bereit für die Anbindung?

„Die Aktivierung der APIs kann aus rein technischer Sicht recht schnell erfolgen“, weiß Björn Zaksek. Davor sind auf Kundenseite allerdings einige Voraussetzungen zu schaffen. Unter anderem müssen hohe Sicherheitsstandards eingehalten werden, wie etwa die Bereitstellung von Security-Zertifikaten. „Ein klar definierter Onboarding-Prozess mit Pre-Sale und Erarbeitung der echten Kundenbedürfnisse, Vertragsabschluss, technischer Konfiguration und Testing sorgt für eine reibungslose Implementierung.“ Zu beachten ist, dass regulatorische Anforderungen wie Kontoeröffnung, Compliance oder KYC dabei unverändert bestehen bleiben.

Nach der Implementierung profitieren Kunden von schneller Datenverfügbarkeit, optimierten Prozessen, tieferer Systemintegration, hoher Datentransparenz und vielfältigen Reporting-Möglichkeiten. „Wir arbeiten kontinuierlich an einer Roadmap zur Erweiterung unserer API-Funktionalitäten, z.B. durch Einbindung weiterer Länder, Fintechs und zusätzlicher Features wie Direct Debits via APIs.“