Christof Danz
Corporate Spokesman
Die Raiffeisen Bank International (RBI) hat im ersten Halbjahr 2026 in ihrem Kernkonzern (ohne Russland) ein Konzernergebnis in Höhe von 708 Millionen Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Anstieg von 25 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode. Der Zinsüberschuss stieg im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 um 6 Prozent auf 2.187 Millionen Euro. Der Provisionsüberschuss legte mit einem Plus von 10 Prozent deutlich auf 1.068 Millionen Euro zu.
Die Forderungen an Kunden im Kernkonzern stiegen im Vergleich zum Jahresende 2025 um 6 Prozent auf 107 Milliarden Euro.
„Wir haben in den ersten sechs Monaten des Jahres ein sehr gutes Ergebnis erzielt und wichtige M&A-Projekte erfolgreich auf den Weg gebracht. In den kommenden Monaten werden wir intensiv an unserer neuen Strategie arbeiten, die einen klaren Fokus auf Wachstum und Profitabilität legen wird“, sagte RBI-Vorstandsvorsitzender Michael Höllerer.
Harte Kernkapitalquote von 15,5 Prozent
Die harte Kernkapitalquote der RBI ohne Russland betrug zum Ende des ersten Halbjahres 2026 15,5 Prozent. Bei der Berechnung dieser Kennzahl geht die RBI von einem Worst-Case-Szenario aus, in dem sie die Raiffeisenbank Russland entkonsolidieren muss und dabei deren gesamtes Eigenkapital verliert.
„Die RBI verfügt über eine starke Kapitalausstattung, die ihr den Spielraum für weiteres Wachstum in den kommenden Jahren gibt“, kommentierte RBI-Finanzvorständin Kamila Makhmudova.
Vorausschauende Risikopolitik
Die Qualität des Kreditportfolios ist mit einer NPE Ratio von 1,6 Prozent zum Ende des zweiten Quartals 2026 nach wie vor ausgezeichnet. Die Risikokosten im Kernkonzern betrugen im ersten Halbjahr 2026 110 Millionen Euro und lagen somit auf einem ähnlichen Niveau wie in der Vergleichsperiode.
„Die Stabilität unseres Kreditportfolios bestätigt die Nachhaltigkeit unserer Risikopolitik. Trotz eines weiterhin volatilen Umfelds befindet sich unsere NPE Ratio seit dem ersten Quartal 2026 auf einem Allzeittief. Die Risikokosten entwickelten sich im ersten Halbjahr mit 20 Basispunkten moderat“, erklärte RBI-Risikovorstand Hannes Mösenbacher.
Gute Fortschritte bei M&A-Projekten
Die beiden M&A-Projekte, die die RBI im ersten Halbjahr angekündigt hat, entwickeln sich planmäßig. Die RBI hat am Mittwoch bekannt gegeben, dass ihr zum 29. Juli 2026, 17:00 Uhr, Annahmeerklärungen für insgesamt 10.831.435 Aktien der Addiko zugegangen sind und die Mindestannahmeschwelle für die Annahme des Angebotes überschritten wurde. Für weitere Details sei auf die IR-Mitteilung vom 29.7., 17:30 Uhr, verwiesen. Nach der Veröffentlichung des finalen Ergebnisses kann die nächste Phase eingeleitet werden. In den kommenden Monaten werden die aufsichtsrechtliche Genehmigung und die Fusionsfreigabe angestrebt. Parallel dazu besteht eine dreimonatige Nachfrist für die Annahme des Angebotes. Aktionäre, die das RBI-Angebot bisher nicht angenommen haben, können das in der Nachfrist noch tun.
Bei der Übernahme von BBVA Garanti in Rumänien schreitet der Genehmigungsprozess gut voran. Das Closing wird für Anfang Oktober erwartet, und die Integrationsschritte werden bereits geplant.
Ausblick 2026
Der Ausblick bezieht sich auf die RBI ohne Russland.
Mittelfristig strebt die RBI einen Konzern-Return-on-Equity von mindestens 13 Prozent ohne Russland und ohne Aufwendungen und Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Fremdwährungskrediten in Polen an.
*Unter Annahme einer Entkonsolidierung der russischen Einheit zum Kurs/Buchwertverhältnis von null.
Hier finden Sie Tabellen zum Ergebnis:
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