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RBI 1-9/2026: Konzernergebnis (ohne Russland) um 10 Prozent auf über EUR 1,1 Milliarden gestiegen

  • Konzernergebnis 1-9/2026 von EUR 1.127 Millionen (ohne Russland), Anstieg der Kernerträge um 8 Prozent auf EUR 4.971 Millionen
  • Kundenkredite seit Jahresbeginn um 8 Prozent auf EUR 109 Milliarden gestiegen (ohne Russland)
  • Neubildungsquote (ohne Russland) von 19 Basispunkten seit Jahresbeginn
  • Harte Kernkapitalquote von 15,4 Prozent (ohne Russland)
  • Erwerb der Garanti BBVA Group Romania erfolgreich abgeschlossen
  • By Group Communications

Die Raiffeisen Bank International (RBI) hat in den ersten neun Monaten 2026 in ihrem Kernkonzern (ohne Russland) ein Konzernergebnis in Höhe von mehr als 1,1 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Anstieg von 10 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode. Der Zinsüberschuss stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 7 Prozent auf 3.347 Millionen Euro. Der Provisionsüberschuss legte mit einem Plus von 10 Prozent deutlich auf 1.624 Millionen Euro zu.

Die Forderungen an Kunden im Kernkonzern stiegen im Vergleich zum Jahresende 2025 um 8 Prozent auf 109 Milliarden Euro.

„Wir blicken auf drei starke Quartale zurück. Unser Kerngeschäft entwickelt sich sehrerfolgreich, und mit unserer soliden Position in attraktiven Märkten sind wir bestensaufgestellt, um weiter zu wachsen. Zugleich haben wir in den vergangenen Monaten beizwei wichtigen Vorhaben deutliche Fortschritte erzielt: bei der Akquisition der GarantiBBVA Romania ebenso wie bei der geplanten Übernahme der Addiko Bank. Mit demrechtskräftigen Urteil gegen Rasperia konnten wir zudem einen bedeutenden Etappensiegerringen, im Interesse unserer Aktionärinnen und Aktionäre und mit dem Ziel, den inRussland entstandenen Schaden zu kompensieren“, sagte RBI-Vorstandsvorsitzender Michael Höllerer.

Harte Kernkapitalquote von 15,4 Prozent

Die harte Kernkapitalquote der RBI ohne Russland betrug zum Ende des dritten Quartals 202615,4 Prozent. Bei der Berechnung dieser Kennzahl geht die RBI von einem Worst-Case-Szenario aus, indem sie die Raiffeisenbank Russland entkonsolidieren muss und dabei deren gesamtes Eigenkapitalverliert.

„Die RBI verfügt über eine starke Kapitalausstattung, die ihr den Spielraum für weiteresWachstum in den kommenden Jahren gibt“, kommentierte RBI-Finanzvorständin Kamila Makhmudova.

Vorausschauende Risikopolitik

Die Qualität des Kreditportfolios ist mit einer NPE Ratio von 1,5 Prozent zum Ende des drittenQuartals 2026 nach wie vor ausgezeichnet. Die Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte imKernkonzern betrugen in den ersten neun Monaten 2026 159 Millionen Euro.

„Die Stabilität unseres Kreditportfolios bestätigt die Nachhaltigkeit unserer Risikopolitik. Trotz eines weiterhin volatilen Umfelds befindet sich unsere NPE Ratio auf einem Allzeittief. Die Risikokosten entwickelten sich auch im dritten Quartal mit 18 Basispunkten moderat“, erklärte RBI-Risikovorstand Hannes Mösenbacher.

Gute Fortschritte bei M&A-Projekten und der Rasperia-Klage

Bei der Schadenersatzklage gegen die Rasperia wurden ebenfalls wichtige Hürden genommen. Die RBI hat einen rechtskräftigen Schadenersatzanspruch in Höhe von 3,15 Milliarden Euro erwirkt und wird zeitnah bei der FMA als zuständiger Sanktionsbehörde einen Antrag auf Freigabe der österreichischen Vermögenswerte der Rasperia stellen, um ihren Schadenersatzanspruch zu vollstrecken.

Die beiden M&A-Projekte, die die RBI im ersten Halbjahr angekündigt hat, wurden auch im dritten Quartal vorangetrieben. Die Übernahme der Garanti BBVA Group Romania wurde Anfang November abgeschlossen.

Zum 2. November 2026 17:00 Uhr MEZ sind der RBI Annahmeerklärungen für insgesamt 18.493.867 Aktien der Addiko zugegangen. Dies entspricht 94,84 Prozent aller Addiko-Aktien.

Die bankaufsichtsrechtlichen Freigaben wurden bei den zuständigen Behörden in Österreich, Slowenien, Kroatien, Serbien, Montenegro sowie Bosnien und Herzegowina beantragt. Die RBI steht mit allen zuständigen Bankaufsichtsbehörden in einem konstruktiven Dialog und die Verfahren schreiten planmäßig voran. Für Serbien wurde das Verfahren bereits erfolgreich abgeschlossen.

Nachdem die Nationalbank Serbiens der Alta Banka die Banklizenz entzogen hat, erscheint der geplante Cave-out der Addiko Bank a.d. Beograd (Serbien), der Addiko Bank d.d. Sarajevo und der Addiko Bank d.d. Banja Luka (beide Bosnien und Herzegowina) sowie der Addiko Bank A.D. Podgorica (Montenegro) aus heutiger Sicht unwahrscheinlich. Die RBI geht dementsprechend davon aus, alle Addiko-Tochtergesellschaften zu behalten.

Ausblick 2026

Der folgende Ausblick bezieht sich auf die RBI ohne Russland, inklusive Garanti und basierend auf der Annahme, dass im vierten Quartal die erforderlichen Genehmigungen für die Addiko-Übernahme vorliegen und das Settlement bei einer Annahmequote von 94,84 Prozent erfolgt (einmaliger positiver Effekt auf den Konzern-Return-on-Equity von ca. 310 Basispunkten).

  • Der Zinsüberschuss dürfte im Jahr 2026 bei über 4,5 Milliarden Euro und der Provisionsüberschuss bei rund 2,2 Milliarden Euro liegen.
  • Die RBI erwartet Verwaltungsaufwendungen in Höhe von rund 3,9 Milliarden Euro, was zu einer Cost/Income Ratio von rund 55 Prozent führen dürfte.
  • Die Neubildungsquote dürfte bis zu 35 Basispunkte betragen.
  • Der Konzern-Return-on-Equity dürfte 2026 bei rund 13 Prozent liegen.
  • Die RBI geht davon aus, dass die Forderungen an Kunden um rund 9 Prozent wachsen (ohne Berücksichtigung von Akquisitionen).
  • Zum Jahresende 2026 erwartet die RBI eine harte Kernkapitalquote von rund 14,5 Prozent* (unter Berücksichtigung der geplanten Akquisitionsprojekte).

Mittelfristig strebt die RBI einen Konzern-Return-on-Equity von mindestens 13 Prozent ohne Russland sowie ohne Aufwendungen und Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Fremdwährungskrediten in Polen und ohne Rasperia-Prozesskosten an.

*Unter Annahme einer Entkonsolidierung der russischen Einheit zum Kurs/Buchwertverhältnis von null.
 

Hier finden Sie Tabellen zum Ergebnis: