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Michael Höllerer, CEO of RBI (white man in a suit)

Der Wiederaufbau der Ukraine nimmt Gestalt an

Der Krieg in der Ukraine führt zu großen Herausforderungen, doch der Wiederaufbau des Landes nimmt zunehmend konkrete Formen an. Michael Höllerer, CEO der Raiffeisen Bank International (RBI), war vor drei Monaten in der Ukraine und hat vor Kurzem auf der Ukraine Reconstruction Conference (URC) erlebt, wie der Austausch von Regierungsvertreter:innen, internationalen Finanzorganisationen und Wirtschaft gemeinsames Engagement ermöglicht. 

  • Rebuild with Ukraine

Die Ukraine steht angesichts der Zerstörung durch den bereits mehr als vier Jahre andauernden Krieg vor enormen Herausforderungen. 

Vor drei Monaten hatte ich gemeinsam mit Valerie Brunner, Vorstandsmitglied für CIB Customer Coverage bei der RBI, die Gelegenheit, Kiew zu besuchen und einige unserer Kolleg:innen vor Ort persönlich kennenzulernen. Menschen, die unter extrem herausfordernden Bedingungen Überragendes leisten. Mehr als 5.000 Mitarbeiter:innen halten mit großem Engagement und Professionalität den Bankbetrieb aufrecht. Ihr Einsatz und ihr Zusammenhalt verdienen höchsten Respekt. Notfilialen in Luftschutzbunkern, Evakuierungen von Familien und aktuell drei rund um die Uhr geöffnete „Resilience Points“ in Kiew sind Teil des Alltags. Für mich persönlich ist nicht erst seit dieser Erfahrung klar: Wir werden weiterhin unseren Beitrag leisten, um den Wiederaufbau aktiv zu unterstützen.

Aber nicht nur mir persönlich liegt der Wiederaufbau des Landes am Herzen, als CEO der RBI halte ich ihn für eine bedeutende Chance, für uns als Bank, für die gesamte europäische Wirtschaft und nicht zuletzt für die Ukraine. Als langjähriger Partner des Landeswollen wir nicht nur mithelfen, sondern eine zentrale Rolle beim Wiederaufbau spielen. In dieser historischen Phase ist es entscheidend, finanzielle Mittel für die Schaffung nachhaltiger Strukturen bereitzustellen, um der Ukraine langfristig Stabilität und Wachstum zu ermöglichen. 

Michael Höllerer, CEO of RBI (white man in a suit)

Daher freue ich mich sehr, auf der URC, die Ende Juni in Danzig stattgefunden hat, miterlebt zu haben, wie Ideen und Projekte konkreter wurden. Das Bekenntnis zur Ukraine war immer stark, aber jetzt nimmt es mehr und mehr Gestalt an. Vielerorts geht die Planung nun sukzessive in die Umsetzung über.

So haben wir auf der URC unsere Zusammenarbeit – konkret unser Raiffeisen Bank in der Ukraine – mit der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) mit einer neuen Tranche in Höhe von 50 Millionen Euro im Rahmen einer Risk-sharing Facility für die Finanzierung ukrainischer Unternehmen weiter gefestigt. Damit können wir ukrainischen Unternehmen in Schlüsselbranchen wie Landwirtschaft, Industrie, Pharma und Logistik dringend benötigte Finanzierungen gewähren. Diese Vereinbarung mit der EBRD ist ein klares Signal, dass nicht nur wir von der wirtschaftlichen Erholung der Ukraine überzeugt sind.

Die Absichtserklärung zur Intensivierung unserer Partnerschaft mit NEQSOL Holding ist ein weiteres Beispiel für die Konkretisierung des Engagements, die ich in Danzig gespürt habe. NEQSOL Holding ist ein internationales Unternehmen, das in den Bereichen Energie, Telekommunikation, Hightech und Bauwesen in der Ukraine tätig ist.

Meine Erfahrungen auf der URC haben mir gezeigt, dass offener Dialog und persönlicher Austausch mit unseren Partner:innen unverzichtbar sind, um das nötige Vertrauen aufzubauen und zu stärken. Hier treffen Regierungsvertreter:innen, internationale Finanzorganisationen und Wirtschaft zusammen, um den Wiederaufbau sowie die langfristige Entwicklung des Landes zu koordinieren und die notwendigen Finanzmittel zu mobilisieren. Es wird nicht mein letzter Besuch auf einer Wiederaufbaukonferenz sein. Ebenso plane ich, regelmäßig in die Ukraine zu reisen, um mir vor Ort ein Bild von Fortschritten bei Projekten und Partnerschaften zu machen. Durch Präsenz und enge Zusammenarbeit stellen wir sicher, dass wir flexibel auf mögliche Herausforderungen reagieren können.

Die Ukraine wieder zukunftsfähig zu machen, wird alle Beteiligten viel Kraft kosten. Aber nachdem ich in Danzig die Energie ukrainischer Unternehmer:innen erlebt habe – die auch den größten Herausforderungen einfallsreich und unbeirrbar begegnen – bin ich fest entschlossen, ebenfalls engagiert beizutragen. Die RBI und ihre Tochterbank in der Ukraine werden für diese Unternehmer:innen weiterhin verlässliche Partner sein.

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